Druckschrift 
32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
Entstehung
Seite
97
Einzelbild herunterladen
 

97

mit Uebcrwindung aller Hindernisse, welche Preuschen nie ge-ahnet hatte, glücklich aus.

Wenn der sinnreiche Genius unsere Achtung verdient, welcherdie Künstlerwerkstatt Haasens mit ungewöhnlichem Leben füllte: somuß uns noch mehr jene edle Entsagung alles Eigennutzes rühre»,mit welcher der talentvolle Mann seine Entdeckungen unverhohlender ganzen Welt offenbarte. Er gehörte zu der schönen Zahl der.Seltenen, welche nicht für sich, sondern für die gesammte Mensch-heit leben und ringen, und den Erwerb eigenen Neichthums ver-schmähen, wenn sie das Gebiet der Kunst und Wissenschaft über-haupt erweitern, oder veredeln können.

Doch nicht allein auf den engern Berufskreis blieb sein vielumfassender Geist gebannt. Als Bürger gehörte ein Theil seinerKräfte dem Staate, und er weihte sie demselben oft mit so un-gebundener Hingebung, daß sie nicht selten seiner eigenen Gesund-heit und seinen häuslichen Angelegenheiten Nachtheil brachte. DerStaat erkannte des Mannes Werth, und zog von de» vielseitigenKenntniffen desselben mannigfachen Gewinn. Basel dankt ihmdie neue Abthcilung der laufenden Brunnen, welche alle Gegendender Stadt mit dem nöthigen Wasser versorgen und den schönstenihrer öffentlichen Plätze, die Anlegung des St. Petersplatz cs.Hier hatten vorzeiten die Juden ihre Todten begraben. Haas hattedaher auch bei dieser Gelegenheit wieder mit Aberglauben undVorurtheilen des großen Haufens zu kämpfen. Da ihn aber diesenie in seinem Gange irre machen konnten, vollendete er auch diesesWerk mit Glück. Eine damals unter dem Pöbel wandelnde Sageverhieß ihm, daß er nicht begraben werden würde an der Seiteseiner Mitbürger, und der Zufall setzte sie in Erfüllung, wiemanche andere der Art.

Die schlechte Verfassung des schweizerische» Kriegswesens konntedem geübten Blick eines Mannes nicht entgehen, welcher keinenZsch. Ges. Schr. 3S. Thl. 5