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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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einst nicht ohne Verdienst um dasselbe in seinem Schoose ruhenzu können, nahm er den Ruf ins Vollziehnngsdirektorium an.

Aber in dem Getümmel erbitterter Parteien, die alle Künsteder Demagogie und Jntrigue erschöpften, unter der treulosenPolitik des damaligen Frankreichs, welche Helvetiens Kraft aus-saugen, und in dem Hader der Schweizer Alleinherrschaft gründenwollte für sich, stand Glayre's stille Tugend einsam und wirkungs-los. Um die neue Staatsform zu befestigen, forderte er von derRegierung, deren Mitglied er war, mehr Weisheit, jedem Wider-stande zuvorzukommen, als Kraft, ihn zu besiegen.Immer be-fehlen heißt schlecht regieren!" war sein Wahlspruch. Dochseine Wünsche waren eitel. Die Sieger und Besiegten hadertenunversöhnlich fort; Anarchie und Entzweiung waren überall herr-schend; die fränkischen Gewaltshaber plünderten das Land baldtrat Zwietracht selbst zwischen-die gesetzgebenden Räthe und dasDirektorium.

Wenn diesem Manne ein Vorwurf gemacht werden darf miteinigem Rechte, so ist es dieser, daß er die Staatsumwälzung alsbeendigt ansah, da sie erst begonnen war; daß er, unverwandtmit der wüthenden Leidenschaft, streitenden Heeren mit Friedens-Worten begegnete, und mit arglosem Lächeln den Fanatismus ent-waffnen zu können hoffte. Er vergaß, daß die Revolution,welche er selbst zu handhaben fest entschlossen war, von Frankreichgemacht nnd nur von Frankreich aufrecht gehalten werden konnte;daß England und Oesterreich Feinde dieser Staatsveränderungwaren. Er wollte die Uiz§bhängigkeit seines Vaterlandes, ehesie fest gegründet stand, geltend machen. Daher drang er imDirektorium immer darauf, daß die äußern Verhältnisse Helvetiensnicht ausschließlich zu Gunsten Frankreichs sein dürften, indem erin dem einzigen Schützer-Staat einen Gebieter z» erblickenfürchtete. Er wollte zwar der mächtigen Nachbar-Republik vor