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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
Entstehung
Seite
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allen andern Staaten Vorzüge gewähren, nie aber, daß sie durchein grenzenloses Hingeben das Recht gewänne, für HelvctienFreunde und Feinde nach Willkür wählen zu können.

Als späterhin die helvetische Regierung sich in die großenMaßregeln warf, war er der standhafteste Gegner derselben.Große Maßregeln sind zuweilen heilsam in den Krisen des Staats,aber immer nur dann, wann ein reicher Vorrath eigener Kräfteim Innern, die Dauer ihrer Wirksamkeit verbürgt, und den siegen-den Erfolg sichert. Sobald eine Regierung, kraftlos in sich selbst,auf fremde Macht gelehnt, verzweifelte Mittel zu ergreifenwagt, um ihre Entwürfe zu vollführcn, unterschreibt sic ihreeigene Abhängigkeit von der Gewalt des Auslands. Ihr Schick-sal ist fortan ein Spiel der Launen oder Interessen des Letztem.Sie vergrößert dnrch die Anwendung der großen Maßregeln, derenWirksamkeit erlischt, sobald die erborgte Macht treulos wird, dieZahl ihrer häuslichen Feinde und der gegen sie gerichteten An-klagspunkte. Und ruhet endlich selbst die fremde Macht nichtganz auf festen Säulen, so zieht jeder Wechsel in dieser den Um-sturz jener nach sich. Dies war der Fall bei dem helvetischenVollziehungsdirektorium, welches gern oder ungern dem französi-schen nachznahmcn genöthigt war.

Der Widerstand, welchen Glayre in der Negierung jenengroßen Maßregeln leistete, machte ihn bei einigen seiner Amts-genossenverdächtig, als sei er der Sache der Revolution abgeneigt,oder wenigstens ein geheimer Gegner Frankreichs. Dies er-hellt aus dem Schreiben eines damaligen Mitgliedes des helveti-schen Direktoriums an ein Mitglied des französischen, welchesMähren folgendermaßen zeichnet:Glayre liebt im Grunde diefranzösische Regierung nicht; eben so wenig ist er für schwierigeZeitnmstände gemacht. Er ist von Lausanne, wo seit mehrernJahren die französischen Ausgewanderten, Wikham und die