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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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sagte er,werdet Ihr, und nicht die stürmische Menge, das Ruderführen im Drange der Umstände. Und wen» nicht eine geübteHand unsere Verhältnisse ordnet, so wird das, was heut noch inder Volksmenge Eifer für das Vaterland ist, morgen schonParteiwnth sein; heute wollte man noch der öffentlichen Sachedienen, morgen wird man sie rächen wollen, und so werden dieimmer mehr schwellenden Leidenschaften damit schließen, daß sieAlles verheeren!"

Wahrlich!" rief er mit einem Rückblick auf die ehemaligeRegierung von Bern aus:es war »ns wohl unter ihr! Wermehr, als ich, hatt' es bewiesen, daß er das fühlte. Bin ichnicht, um des Lebens froh zu sein, nach einer Entfernung von fünf-undzwanzig Jahren in mein Vaterland znrückgckommen? Hab' ichnicht in der Ferne Dinge verlassen, von, denen man gewöhnlichglaubt, daß sie des Menschen Glück ausmachen? Aber hier istes jetzt die große Frage, was wir thun müssen, um der Herrschaftder Umstände mit den wenigsten Verlusten zu gehorchen!"

Man befolgte Glayre's Meinung. Der Magistrat von Lausannestellte sich dadurch selbst an die Spitze der Revolution, indem erSachwalter des Volks ward. Die Demagogen verloren damit ihrenEinfluß, ihr Geschrei in den Volksversammlungen blieb folgenlos.Die Staatsveränderung nahm einen regelmäßiger» Gang.

Die Obrigkeiten in den andern Gegenden der Waadt wurdeneingeladcn das Gleiche zu thun, und zwei Abgeordnete zu sende»,um mit denen von Lausanne einen Centralausschnß zu bilde». Nacheinigen Tagen verordnet« dieser, daß die Gemeinden der WaadtDeputirte ernennen sollten, nm eine stellvertretende Versammlungausznmachen. Es geschah. Sobald sie sich konstituirt hatte, prokla-mirte sic die Unabhängigkeit des Waadtlandes und erklärte sichsouverän. Alle Gewalt wurde ihren Händen übergeben; und siegebrauchte dieselbe mit vieler Ordnung und Mäßigung. Ihr wurde