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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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neues, freiwilliges Konkordat Berns mit der Waadt mußte denfränkischen Machthabern jeden Vorwand rauben, feindselig in dieSchweiz zu dringen. Herr von Erlach-Spietz forderte Glay-ren einen Entwurf zur Zusammcnberufung der Stände ab, underhielt solchen. Er legte ihn der souveränen Standcskommissionvor; aber man verlor die Zeit; die Ereignisse drängten sich; Me-nards Truppen eilten heran; die Landvögte flüchteten, und dieWaadt begann den Aufstand.

Sehr achtungswürdigo Männer hatten sich in der Waadt schonfrüh zu Gunsten der großen Staatsvcrwandlung erklärt; aber dieeifrigsten Betreiber derselben waren meistens Zöglinge der fran-zösischen Klubbs, Volksführer, oft Leute, die beim Wechsel derDinge, auch unter den gefährlichsten Ereignissen, wenig einzubüßenhatten. Sie standen unter Leitung Mangonrits, des Men-gand der südlichen Schweiz.

Diese, durch gleiches Interesse zusammcngesellt, warfen sich zuFürsprechern des Volks ans. Unter dem Titel VcreinigungS-klubb (Ululr cks la röunioii) fingen sie an, obrigkeitliches Ansehenzu üben. Von den Rcdnerstühlcn schollen verwegene Anklagen, blut-dürstige Marimen. Man rührte an eine revolutionäre Schreckenszeit.

Um jeden Preis mußte man jetzt suchen, die Leitung der revo-lutionären Ereignisse ans den Händen dieser Gefährlichen zu win-den, und sie weiscrn Männern zu übergeben, die durch Anarchieminder gewinne» konnten. Als daher der Vereinigungsklubb demRath der Zweihundert von Lausanne eine Adresse überreichte, welchedie Beschwerden des waadtländischen Volkes gegen die Regierungvon Bern enthielt, und der Rath wankte, ob er die Adresse demSouverän überreichen solle, oder nicht, war es Glahrc, welcherim Namen einer deswegen niedergesetzten Kommission am 7. Jän-ner 1798 dazu anrieth, daß die Obrigkeit von Lausanne die Bitt-schrift von sich aus der Regierung von Bern eingcbc.So/'