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sollte mit der Kaiserin Rußlands eine Zusammenkunft in Mohilowhaben. Der König, in der Ueberzcugnng, seinem halbzertrümmer-ten Reiche nützlich zu werden, wünschte Zutritt in den Unter-redungen der beiden Mächtigen. Glayre, entgegengesetzter Meinung,ließ nichts unversucht, ihn von diesem Vorsatz zurückzulenken.Stanislaus aber, seinen Empfindungen folgend, beharrte aufdem Entschluß. Eben dieser Widerstand gab Glayren jenen Gradvon Stärke, auch seinen Lieblingswünscheu, den so lange bekämpf-ten, zu fröhnen. Er bat seinen König um Erlaubniß, währendder Reise desselben nach Mohilow, wohin er ihn Anfangs be-gleiten sollte, die heimatliche Schweiz zu besuchen, wohin ihnohnehin Geschäfte riefen. Er empfing die Einwilligung des Königs.
Im Maimond 1787 kam G<layre nach Lausanne, mit einemHerzen voller Wehmuth und des Gedankens voll, daß die letzteStunde des polnischen Reiches unaufhaltsam hcrannähe. Einmaldem Hoflebe» entronnen, sehnte er sich, im Schatten seiner vater-ländischen Haine, nicht wieder zum Kampfplatz aller Leidenschaftenhin. Er vermählte fich im Anfang des Jahres 1788.
Der König lud ihn ein, die Stelle seines Ministers in Parisanzunehmen; „denn," schrieb er: „so lange Sie sich mit meinenAngelegenheiten beschäftigen, werd' ich glauben dürfen, daß Sievon mir nicht ganz getrennt sind." Glayre, ob er gleich des Kö-nigs Verlangen nicht ganz ablehncn wollte, machte sich dennochnicht auf längere Zeit verbindlich, als nothwcndig war, eine Ne-gotiation für den Augenblick zn beenden, wiewohl ihm der Königeine bleibende Stelle zugedacht hatte. Nach dem Aufenthalt voneinem Jahre in Paris kehrte er in die Arme seiner Familie zurück.Von da an, bis zu seinen letzten Stunden, beehrte ihn der unglück-selige Monarch mit seinem Briefwechsel und seiner Gewogenheit.Stanislaus August starb in den Fesseln seiner herrschsüchtigenFreundin. Glayre, mit unverbrüchlicher Treue, hörte nie auf, das