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Glayre gewann den Beifall und das Vertrauen desselben. ImJahr 1768 wurde er von ihm, als Gesandtschafts-Sekretär,, nachPetersburg geschickt. Durch die damaligen Verhältnisse Rußlandsund Polens wurde diese Stelle ein eben so hoher Beweis der Ge-wogenheit, als des Zutrauens vom Könige. Wenige Monate späterkehrte der polnische Gesandte abgernfcn zurück; Glayre hingegenblieb, als akkrcditirter Minister, bei der Kaiserin. Es war einmerkwürdiger Zeitpunkt; er sah in diesem die allmäligcn Annähe-rungen zwischen den Hofen von Wien, Berlin und Petersburg ent-stehen, welche späterhin mit dem Verbrechen gegen das Hciligthumdes Völkerrechts, mit der Vernichtung des polnischen Reiches en-deten — eine That, welche sich den unversöhnlichen Abscheu derZeitgenossen und der Nachwelt erwarb, und Barbareien ähnlicherArt in der abendländischen Hälfte Europcns späterhin wo nichtzur Rechtfertigung, doch znm Vorwand dienen konnte.
Glayre hatte sein Noviziat in der Diplomatik da begonnen, woAndere wie amZielzu stehen Pflegen. Er wurde nach Warschau zu-rückgcrufen, und die russische Kaiserin, nicht zufrieden, den jungenGeschäftsmann mit besonder» Beweisen ihrer Güte zu beehren, em-pfahl ihn in einem Schreiben, dessen Träger er selbst war, dem Kö-nige zu höherer Beförderung, als Belohnung seines Benehmens anihrem Hofe. Nnmittclbar darauf erhielt Glayre die Bestallung alswirklicher geheimer Kabinctsrath. In diesem Posten diente er wäh-rend zwanzig Jahren thcils in verschiedenen, vorübergehenden Sen-dungen nach Paris, Berlin n. s. w., thcils bei der Person desKönigs. Seine Tugend und seine Verdienste machten ihn erhabener,als sein Amt. Der Reichstag von 1771 beschenkte ihn ans eigenerBewegung mit dem Diplom des polnische» Jndigenats, und be-zeugte durch diesen Akt der Nationalerkenntlichkcit dem VertrauenBeifall, welches der König in diesen Mann gesetzt hatte.
Das Land, in welchem er die schönsten seiner Lebensjahre ge-