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regierenden Familien, welche allem Hohn und Zorn der französi-schen Machthaber bloßgcstellt waren. Alles dies gab den DirektorBah, welcher sich nicht zum blinden Werkzeug der Ausländer her-abwürdigen wollte, großem Verdachte preis.
Rapinat forderte endlich öffentlich in seinem Schreiben vom28. Prairial Vl. an das helvetische Direktorium, daß die BürgerBat, und Pfhfser, Glieder desselben, auf der Stelle ihre Ent-lassung geben sollten, so wie mehrere andere Beamte, welche, wiejene, nur Diener der Oligarchie seien.*) Bah, sowohl, als derGenosse seines Schicksals, Pfhfser, sandten dem gesetzgebendenNath ihre Entlassung. Und so groß war einerseits unter den Ge-setzgebern Helvetiens die Ehrfurcht vor dem Machtspruch des Pro-konsuls, so groß andererseits die Gefühllosigkeit gegen vaterländi-sche Ehre und Schande, daß unter ihnen alle» keiner war, welchersich dem entwürdigenden Verfahren entgegenstemmtc. Nur Esch ervon Zürich allein wagte cs, die Versammlung an ihre heiligenPflichten zu mahnen, die Unabhängigkeit der Nation nicht so feigerWeise hinzugcben, sondern sie mit festem Muthe zu schützen. „Ichfordere Euch daher auf," rief der edle Escher: „bei Allem, wasEuch heilig ist, diese Direktoren einzuladen, an ihren Stellen zuverbleiben, wo sie durch das vollste Zutrauen des Volks hingestelltwurden — bis sie durch Waffengewalt verdrängt werden! Dochnicht eine einzige Stimme gab ihm Beifall.
Bah trat nun, der Verfassung gemäß, in den Senat. MitFestigkeit stand er auch hier allen leidenschaftlichen Vorschlägenund Gesetzesanträgen entgegen. Die Herzlichkeit seines Vortrags,die Popularität im Umgang, die Milde seiner politischen Grund-
*) RapinatS Brief, so wie die EntlaffungSschreiben der DirektorenBay und Pfyffer befinden sich in treuer Uebersetzung in Possetls„Neuester Weltkunde". 1798, 2ter Bd. Nro. 17S und 179,