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2«, seine Leidenschaft verführte ihn sv sehr, daß er in öffentlicherSitzung des Senats sich nicht cntblödete ansznrnfen: „ein Schurkesitze im Direktorium!"
Bah forderte seine Amtsgenossen auf, diesen Schimpf nicht zuertragen, sondern Ochsens nähere Erklärungen, oder Genugthunngvon der gesetzgebende» Versammlung zu begehren, im Weigerungs-fall aber die Entlassung einznreichen. Als das Direktorium inkeinen dieser Vorschläge willigte, sondern stch mit einer de» Zeit-schriften einznverleibenden Rechtfertigung begnügte: verließ Bahnnmuthig die Sitzung. — Er war aber entschlossen, den BürgerOchs noch gleichen Tags persönlich zur Rede z» stellen. Wirklichbegab er stch zn dessen Wohnung, als ihm unterwegs sein Amts-genoffc Glayre begegnete, und ihn von einem Schritt zurückhielt,dessen Folgen nicht berechnet werden konnten. „Wo wollen Siehin?" fragte Glahre: „Sie sind in heftiger Bewegung!" —„Ochsen zwingen meinerseits die dem Direktorium gemachten Vor-würfe zurückzunchme»!" antwortete Bah: „oder ihn zwingen mirauf der Stelle ans gut militärisch Satisfaktion zu geben, widrigen-falls ich ihn nach Verdienst, wie einen elenden feigen Intrigante»,behandeln werde." Glahre's stiller Ernst ssührte den Zürnendennicht ohne Mühe zur Besonnenheit zurück. „Haben Sie ganz ver-gessen, daß Ochs der Schützling Frankreichs und seiner Agentenist?" sprach Glahre: „Wird die Mißhandlung eines solchen großenPatrioten nicht das Nnglück Ihrer Vaterstadt vermehren müssen,die ohnehin das Ziel der öffentlichen Verläumdung und des fran-zösischen Haffes ist?"
Unterdessen blieben Bah's Gegner nicht unthätig. Verbundenmit der Mehrheit des Direktoriums war er es vorzüglich, welchersich dem Ausplünderungs-System der französischen CommissarienNapinat u. a. m. mit Lebhaftigkeit widersetzte; besonders wagteer's, seine Vaterstadt in Schirm zn nehmen, und jene ehemalsZsch. Ges. Schr. 32. Thl. 4