sähe, das beständige Hinstreben zur Wiedererhebung der Nationzu ehemaliger slnäbhängigkeit erwarben ihm in Kurzem einen zahl-reichen Anhang. Was ihm an der Mannigfaltigkeit der einemStaatsmanne notwendigen Kenntnisse abging, ersetzte sein gesun-der, durchdringender Verstand; was die Partei der stürmischenPatrioten an seinen gemäßigten Gesinnungen zu tadeln hatte, wardwieder durch des Mannes Entschlossenheit und seine unverhehlteLiebe für die Freiheit des Volks vergütet. So geschah es, daßman ihn am 29. Jänner 1799 zum zweitenmale zum Mitgliedsdes Vollziehungsdirektoriums wählte, als eine Stelle desselben er-ledigt worden war.
Laharpe, Oberlin und Ochs bildeten gegen ihn und Glahredie Mehrheit in der vollziehenden Gewalt. So lange er in ihrerMitte saß, war jede Sitzung ein erneuter Kampf ihrer verschieden-artigen Grundsätze. Indem er geschmeidig die Launen bald des einen,bald des andern seiner Amtsgenossen benutzte, wußte er ihnen zu-weilen einen geringen Vortheil abzugewinnen, ohne übrigens we-sentlichen Nutzen zu stiften. Das Loos, welches verfassungsmäßigden Austritt eines Gliedes vom Direktorium entschied, fielam 22. Juni 1799 auf ihn. Er trat abermals in den Senatzurück.
Hier war er cs, welcher vorzüglich mit zur nachmaligen Auf-lösung des Direktoriums und der Konstitution am 7. Jänner 1800beitrug. Er war eines der Mitglieder und selbst Präsident derdazu wirkenden Zehnerkommission, welche ans Gliedern beiderNLthe zusammengesetzt war. Nicht so sehr die traurige Lage desallgemeinen Vaterlandes, als vielmehr seine Vorliebe für die Va-terstadt gesellte ihn zu den Feinden des Direktoriums. Er wußte,daß Laharpe durch das Betragen der Berner gegen ihn zurRache gereizt war. Er fürchtete, daß Laharpe durch einen Gewaltstreich die Näthe nach seinem Sinn durch Ausschließung der