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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
Entstehung
Seite
72
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manchen scheele» Blick von der Pciriei der „tobenden Patrioten."Viele derselben witterten in ihm einen verkappten „Aristokraten."Demnngeachtct wurde er bet der Wahlversammlung zum erstenRepräsentanten des Volks in den gesetzgebenden Rath gewählt.Er begab sich nach Aarau, dem Hanptort der neuen Republik, undwurde dort zu einem der fünf Glieder des helvetischen Vollziehungs-Direktoriums ernannt.

So wenig dieser Mann jemals darauf gerechnet hatte, zurhöchsten Magistratur der gesammten Schweiz erhoben zu werden,glaubte er dennoch, unter den damaligen Verhältnissen von solcherStufe hinab seinem Vaterlande, besonders aber seiner Geburts-stadt Bern wesentliche Dienste leisten zu können. Unverkennbarwar noch immer sein Bemühe», sich den Patriziern Berns gefälligzu machen. Aber dies machte ihn auch in kurzer Zelt zum Gegen-stand des Hasses aller Männer der Revolution, welche, voll Grollesgegen die ehemals souveränen Städte, jeden, der Sachwalter der-selben zu werden wagte, als Söldling der Oligarchie brandmarkten.

Unter Bah's Gegnern erhob sich am mächtigsten der Verfasserder helvetischen Staatsverfassung, Peter Ochs. Dieser war Mit-glied des Senats, aber er strebte nach höherer Würde. Er konntees nicht gelassenen Muths ertragen, daß man sein vergessen hattein der Wahl der fünf Direktoren. Er buhlte um den höchsten Rang,und die Negierung Frankreichs kannte allzuwohl die Ergebenheitdieses Mannes, um ihn nicht in seinen Absichten gern zu unter-stützen. Daher erließ das französische Direktorium sehr unerwartetjenen berüchtigten Brief, durch welchen es den Bürger Ochs alsden ersten Patrioten Helveticas erklärte, welcher sein Vertrauenunwandelbar besitze. Die Erscheinung des seltsamen Gotterspruchsfehlte ihrer Wirkung nicht.

Kühner durch diesen Schutzbrief, donnerte Ochs von nun anmehreremal gegen die Aristokratie des schweizerischen Direktoriums.