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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
Entstehung
Seite
71
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tone», als die Umtriebe einzelner Männer, welche durch Ehrgeizoder Rachsucht Frankreichs Werkzeuge in Hclvetien geworden, waren' ihm fremd. Seine Vorschläge fanden daher bei den Einsichtsvollernkein Gehör, und bei den Verzweifelnden nur blinde Wuth gegenihren Urheber.

Bern fiel. Bay, zurückgestoßen von den Patriziern, die ihnals einen Revolutionär behandelten, erhielt erst durch sie diesenRuf, den er bisher in der That durch seine Schritte am wenig-sten verdient hatte. Eben dieser Haß der Patrizier machte ihn demneuerungslnstigen Theil des Volkes theuer. Es hing ihm an. Durchseine Popularität ward er der Mann des großen Haufens; er ließin den ersten Tagen der Verwirrung dies Vertrauen nicht unbe-nutzt, wo bei allgemeiner Anarchie allerlei Stadtgesindel und Land-leute mit dem französischen Militär gemeine Sache gegen Bern zumachen Lust bezeugten. Er mengte sich in ihre Versammlungen,wohin sich sonst kein Mann von Ansehen wagte, und verhindertemanchen abscheulichen Plan des ausgelassenen Pöbels, vielleichtmanchen blutigen Auftritt.

Die neue schweizerische Staatsvcrfaffuug sollte eingeführt wer-den. Der General Brüne hatte schon erklärt, daß die Gliederder ehemaligen Regierung ausgeschlossen sein sollten von den Wah-len der neuen. Bay eilte zu Brüne, und bei öffentlicher Audienz,in Gegenwart einer Menge Menschen, beschwor er den Feldherrn,so viele redliche, einsichtsvolle, ums Vaterland hochverdiente Män-ner nicht von den Wahlen anszunehmen. Der General, welchervon dem Manne des Volks eine ganz andere Sprache erwartethatte, umarmte ihn mit scheinbarer Rührung wegen dieser cdelnFrcimuthigkeit, zugleich aber erwiederte er: „daß die bestimmteInstruktion seiner Regierung ihm nicht erlaube von dem 6. Artikelseiner Proklamation vom 25. Ventosc abzuweichcn."

Dies Betragen Bay's, so sehr es ihn ehrte, erwarb ihm