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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
Entstehung
Seite
61
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gleich stark betretene Pfade zeigte». Ich versuchte sie alle drei,und war erst beim letzte» glücklich. Die Morgendämmerung kündeteeinen herrlichen Tag an; still war die Luft; von Zeit zu Zeit ließsich die Lerche hören und die Drossel. Ermattet blieb ich stehen,und horchte ihnen zu. Einen Augenblick lang war ich versucht,mich unter die Felsen zu flüchten, die dort eine natürliche Grottebildeten. Aber eine düstere Ahnung jagte mich wieder davon.

„Kaum war ich in die Wtldniß des Forstes cingedruugen, alsdrei Holzfäller vor mir standen. Ich fragte um den kürzesten Wegnach dem Dorf Uvo ne ns, und einer von ihnen mich, wer ichsei? Ich antwortete: „ein Pfarrer." Mein schwarzes Kleid kamder Nothlüge zu statten. Nach der Aussage dieser guten Leutewar M'oneus noch eine starke Stunde entfernt und Uverdun nochdrei Stunden. Die Kräfte aber waren erschöpft; ich zitterte schon,den ganzen Tag im Gehölz verweilen zu müsse». Indem ich ganzunwillkürlich in einem Hohlweg stehen geblieben war, rauschte csin den Gesträuchen; ei» armes Stachelschwein schlüpfte hervor,und kam ohne Furcht und Mißtrauen dicht Hera» zu mir. „Siehda," dacht ich, „womit du dich den Tag über erhalten kannst."In der That hätte wenig gefehlt, und ich wäre der Versuchungunterlege», das Thier zur Beute zu machen. Es kam aber mitdem Schreck davon.

Der Tag fing au zu dämmern. Von der Höhe eines der schrof-fen Hügel, die den See dort begrenzen, durchirrt' ich mit denAugen den stillen Spiegel des Wassers, um ein Schiff zu ent-decken. Es zeigte sich in der Ferne ein brauner Punkt. „Das isteins!" rief ich und verließ den gebahnten Pfad, lief immer gradaus, stieg, mit Gefahr den Hals zu brechen, zwischen den Klippennieder, kam zur großen Straße, über die ich behend hinwegflog,um das Seeufer zu erreichen, wo ich mich odemloS niedersetzte im