kam, rer nach der Stadt fuhr. Ich konnte wohl denken, daßman ihn über mich befragen, und durch ihn auf meine Spur kom-men würde. In Papcrne tagen dreißig Mann Kavallerie, folg-lich würde man mir kräftig nachgesctzt haben. Ich flog dem Ge-hölz zu. Wie ruhig hätte ich sein können, wenn ich damals ge-wußt hätte, daß man die Thorc von Payernc gesperrt, sobaldmeine Flucht ruchbar geworden.
„Ein dnmpses Getöse von Nossen, welches ich balv nach mei-nem Eintritt ins Gehölz vernahm, machte, daß ich mich in einHaberfelb versteckte; aber der empfindliche Frost, welcher mich über-fiel, zwang bald den Flüchtling, weiter zu gehen. Dreimal hörteich das nämliche Geräusch, und eben so oft suchte ich einen neuenSchlupfwinkel. Endlich erreichte ich eine Wiese, von einem star-ken Hag nmzännt, wo die Pferde der Nachbarschaft weidetenwährend der Nacht. Wir hatten uns also gegenseitig einanderFurcht eingesagt, worüber ich lachen mußte.
„Ich stieg auf die Viehtrift hinab, und ließ einen Schuh imRiedbodcn stecken; cs ging viel Zeit verloren, che ich ihn wiederfand. Aber ein neues Unglück! beim Sprung über den Zaun wur-de» meine Seidcnstrümpfe übel zugerichtct; zum Glück hatte ichnicht Ursach, eitel zu sein.
„Ich stand vor den Thoren von Estavayer. Sie waren offen.Hätt' ich Sicherheit gehabt, nicht unmittelbar verfolgt zu sein, sowürd' ich ohne anders ein Schiff gcmiethet haben, um über denSee zu setzen. Die silbern schimmernde Fläche des Gewässers unddie Gebirge von Nenfchatel, die ich im Mondcnschein entdecke»konnte, erregten mir eine lebhafte aber traurige Empfindung. Ichentschied, auf unbekannten Fußwegen am See entlang zu gehen,um wo möglich noch vor Anbruch des Tages Uverdun zu erreichennnd von da die Grafschaft Neucnburg. Sv setzte ich meinen Wegfort, bis zum Eingang eines großen Waldes, wo sich Vor mir drei