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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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Dies ist falsch; ich glaube nur, sie habe» mich minder strenge be-wacht, als vielleicht Andere gethan hätten.

„Zu Monden war denselben Tag Markt. Die Bauern liefenvor dem Wirthshanse zusammen, wo wir abgcstiegen waren, undals ich wieder in den Wagen stieg, scholl das Geschrei: „Es lebeLaharpe!" Ich wandte mich um. „Bürger/' sagte ich, „keinenLärmen! Es lebe die Republik! Es lebe die Gerechtigkeit!"

„Die Dunkelheit der Nacht überfiel uns Mitte Weges vonPayerne. Meine beiden Reisegefährten schliefen ein; und erstda dacht' ich auf Mittel, während der Nacht zu entwischen, wennman die Pferde wechseln würde. Payerne war eine der Statio-nen. Wir stiegen, um frischen Borspann zu erwarten, im Wirths-haus zum Oelbanm ab, wo ich seit sechs Wochen dreimal Herbergegehabt hatte, und mir alle Personen bekannt waren.

„Inzwischen die Offiziere Herbeischaffung der Pferde betrieben,traten verschiedene Personey herein, unter andern ein Bürger,dem ich von ungefähr einmal Dienste geleistet hatte. In meinerUnterhaltung mit ihm forschte ich, ob cs möglich wäre, nachEstavayer zu gelangen. Er zeigte sich geneigt, mir den Weg zuweisen. Es kam darauf an, aus dem Hause zu entkommen. EineSchildwacht ging im Corridor ans und nieder vor der Thür desZimmers. Indem nun die Wacht de» Rücken gegen die Thürwandte, schlich ich hinter ihr hinweg, eine Treppe hinab, fandmeinen Führer drunten, und ging mit ihm zum Thore von Estavayerhinaus. Als wir am Ende der Vorstadt angekommen waren, hör-ten wir Geräusch. Mein Führer gab mir in der Eil noch einigeWeisungen und verschwand. Ich war seit acht Tagen unpäßlichgewesen, hatte seit zwei Tagen gefastet, war also gar nicht in derLaune, auf Abenteuer zu gehen. Bei mir hatte ich zehn Louisd'or,aber weder Pässe noch Waffen. Ich stand in der Mitte einer großenEbene, die an ein Gehölz stieß, als mir ein Fuhrmann entgegen