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Der Oberzunftmeister von Basel, Peter Ochs, war nachParis gekommen, um daselbst in Bezug anfö Frickthal Unterhand-lungen anzuspinncn. Er war schon seit einigen Monaten mit La-harpe in Briefwechsel. Beide lernten sich jetzt persönlich kennenund wurden Freunde. Das französische Direktorium hatte schondie Umwälzung der Schweiz beschlossen, theils um durch Plünde-rung der Staatsschätze dieses Landes Hilfsmittel zu andern Unter-nehmungen zu erhalten, theils durch Verwandlung der StaatsformMeister der Gebirgspässe und einer den Interessen Frankreichsuntergeordneten Negierung zu werden. Mit vieler Gleichgültigkeithatten freilich die Fünfhcrren des Lnremburg den früher von La-harpe gemachten Vorschlag verworfen, den eidgenössischen Födera-lismus in eine Zentral-Regierungsform zu verwandeln. Nun aberdie Umstände geändert waren, nahmen sie den Gedanken wie-der auf.
Niemand in Paris war mit den örtlichen Verhältnissen derSchweiz, und dem Geist und den Bedürfnisse» derselben vertrauter,als Ochs. Er empfing Auftrag, für sein Vaterland eine neueStaatsverfassung zu entwerfen, und dabei die Gedanken der übri-gen in Paris befindlichen Schweizer zu berathe». Ochs erfüllteden Auftrag. Er selbst verhehlte sich aber gar nicht die Unvoll-kommenheit seines Werks; schlug daher vor, man solle demselbennur einen einstweiligen Werth geben, und es den Deliberationeneiner schweizerischen National-Versammlung unterwerfen. Alleindas Direktorium wies den Vorschlag zurück, musterte den Kon-stitutions-Entwurf, machte einige Veränderungen darin, und er-griff sogleich die nöthigen politischen und militärischen Maßregeln,die Sache in Gang zu setzen.
General Menard war mit einer Kolonne der italienischenArmee in die Waadt eingerückt, aberzuschwach, um mit Nachdruckzu handeln, und dabei so schlecht mit allem versehen, die Bedürf-Zsch. Ges. Schr. 32. Thl. 2'