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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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iiiffe eines Heeres zu bestreiten, daß er sogleich anfangen mußte,die Länder, welche er schützen sollte, mit Requisitionen zu quälen.

Die französische Negierung ward ihrer Sorglosigkeit und derenFolgen gewahr. Sie befehligte den General Brüne, das Ober-kommando zu übernehmen, und ertheiltc ihm wahrscheinlich denWink, die schweizerischen Regierungen so lange mit Unterhandlun-gen hinzuhalten, bis er die Verstärkungen erhalten haben würde,welche ihm Schauenburg von der Gegend des Montterrible zu-führen sollte. Der Kriegsminister Scherer, welcher die Bewe-gungen zu leiten beauftragt war, benahm sich dabei weder mitEile, noch Geschick. Brüne unterhandelte demnach, bis er seineKräfte beisammen hatte, und durch die Eroberung von Freiburg,Solothurn und Bern die Auflösung der Eidgenossenschaft be-werkstelligte.

So wie das französische Direktorium schon längst durch Her-stellung eines neuen Föderalismus, oder durch Zerstückelung, dieSchwäche der Schweiz und die bleibende Obergewalt Frankreichsin den Alpen sicherer gründen zn können glaubte, als durch Ein-führung einer kraftvollen Zentralgewalt, ward von demselben auchdas Projekt zu einer rhodanischcn, helvetischen und tellgauischenRepublik mit Gunst ausgenommen, welches Brüne einsandte, unddie Ausführung ohne anders beschlossen. — Laharpe erfuhrt. Ereilte noch am Abend znm Direktor Rcubel, der die helvetischenSachen zu leiten chatte, und in einer zweistündigen nächtlichenAudienz gelang es ihm, Renbelö Sinn zu ändern. Reubelbewirkte die abermalige Zurücknahme des Beschlusses, und der Ent-wurf zu einer einzigen helvetischen Republik ward gehandhabt.Es verdient hierbei gelegentlich angemerkt zu werden, daß Rcn-bel nie Laharpe'ö großer Freund gewesen, weil er diesen, seinesbrausenden Republikaner-Sinnes ungeachtet, mehr oder wenigerfür einen Agenten Rußlands hielt.