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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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von der Begnadigung aus, welche durch Schriften Theilnehmeroder Stifter der Bewegungen in der Waadt gewesen waren. DieleAusnahme traf also auch den gewesenen Lehrer der russischen Groß-fürsten.

Dadurch noch mehr zur Rache gereizt, ließ Laharpc von Zeitzu Zeit Flugblätter im Drucke erscheinen, worin er dem Patrizitatund der Regierung seines Kantons den heftigsten Krieg machte.Der 18. Fructidor hatte den biedern Barthelemy, den bisheri-gen Schutzgeist der eidgenössischen Magistrate, entfernt. Bernahnete Gefahr, und sandte im Anfänge des Winters drei Abge-ordnete an das Direktorium nach Paris, um die Verhältnisse zuGunsten der Schweiz zu ordnen; es waren die Herren Mutach,Tillier und von Haller. Letzterer würde durch seine überwie-genden Talente, nach Laharpe's Urtheil, bei weitem das Meistegewirkt haben, wenn er nicht eben dadurch gelähmt worden wäre,daß man ihn der Gesandtschaft nur als Sekretär beigeordnet hatte.Tillier äußerte den Wunsch, Laharpe's persönliche Bekanntschaftzu machen. Der Banquier Billi Vanbcrchen ward der Unter-händler, und Laharpe, der noch jetzt Aussöhnung und Vergleichmit der Regierung von Bern erwartete, sogar wünschte, umkünftig in Ruhe leben zu können, bot sogleich mit Freuden dieHand. Er überließ cs Tillier», Ort und Stunde der gewünsch-ten Zusammenkunft zn wählen.

Es ist durchaus nicht daran zu zweifeln, daß Laharpe noch jetzthätte versöhnt, und daß dadurch unzähligen Nebeln hätte vorge-beugt werden können, welche späterhin erfolgten, weil Berns Po-litik zu spröde war, mit einem Untcrthan zu unterhandeln. La-harpe erwartete vergebens Tilliers Winke. Man berichtete ihmstatt dessen, daß die Bcpner Abgeordneten, dnrch Vermittelung derFrau von Stael und Benjamin Constants, eine Audienz beimDirektor Barras gehabt, und durch die günstige Aufnahme ver-