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landes und in ihrem Namen eine Bittschrift an die Regierung vonBern ab, worin er mit Freimüthigkeit und Ehrfurcht eine Zu-sammenberufung der Stände begehrte, in Verbindung mit welchenBern die Abschaffung eingeschlichener Mißbräuche berathen sollte.Er sandte davon drei Abschriften an den General Laharpe, anPolier, nachmaligen Regierungsstatthalter des Leman, und aneine andere Magistratsperson. Er ermahnte, mit Festigkeit zuhandeln, aber zugleich mit Ehrfurcht und Vorsicht, um unzeitigenVolksbewegungen vorzubeugen. Statt dessen ereigneten sich dielärmenden Auftritte vom 14. und 15. Juli 17S1 zu Vcvah, Lau-sanne, Rolle u. s. f., deren Folge war, daß die Regierung Bernsmit Strenge gegen die Urheber der Unruhen verfuhr. Laharpesowohl, als sein Vetter, der General, standen seitdem in der Zahlder Geächteten.
Die fast tausend Stunden weite Ferne schützte den allzueifrigenRepublikaner nicht vor feindseligen Versuchen der Berner Negie-rung. Durch den Kanal des Hofes von Montbeliard, und desrussischen Ministers, der zu Koblenz ankam, suchte sie ihre Klagenvor den Thron der Kaiserin zu bringen. Der Graf von Ester-hazy, Minister der Prinzen, der Prinz von Nassau-Siegenund alle Ausgewanderten vom alten, hohen Adel versprachen Bei-stand gegen Laharpe.
Obwohl der Kaiserin in diesem Zeitpunkt Alles daran lag, sichmit Nachdruck gegen die immer gewaltiger anfsteigendcn Grundsätzedes Tages zu erklären, wußte sie doch auch den Gemüthswerth derfranzösischen Ausgewanderten richtig zu würdigen. Und theils, daßdie Regierung Berns sich besonders durch diese um Genugthuungan sie wandte, theils daß die Sprache, welche Bern in dieser An-gelegenheit geführt hatte, nicht die angemessenste gewesen, — warder Kaiserin widerlich. Sie ließ Laharpe» die gegen ihn einge-sandten Klagpunkte zukommen, und seine Erklärung fordern. ES