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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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und feiner» Umtrieben der Menschen, dennoch mit ihnen in täg-licher Berührung. Es fehlte ihm daher auch nicht an unzähligenVerdrießlichkeiten, und nicht an Augenblicken, in denen die Ver-suchung groß ward, seine Entlassung zu begehren. Am meistenfürchtete man von seinem Ehrgeiz, der sich der vortheilhaftcnStellung hätte mannigfaltig bedienen können. Sobald man abereinmal gewahr ward, daß dieser Ehrgeiz wenigstens nicht von derNatur sei, dem der andern in den Weg zu treten, ließ man ihnin Nnhe. Bald gewann sich Laharpe allgemeineres Wohlwollenund Freunde in dem fremden Lande, welches ihm durch die Längezwölfjährigen Aufenthalts, durch zahlreiche Verbindungen, unddurch die Vermählung mit einer schönen Bürgerin der Hauptstadt,ein zweites Vaterland wurde.

Glücklich war er manchem drohenden Schiffbruch entgangen,als die französische Revolution ausbrach. Laharpc's Grundsätze,die er mit seinem gewöhnlichen Feuer bekannte, waren kein Ge-heimniß. Man reihte ihn daher bald in die Klasse derer, die manzur damaligen Zeitdie Demokraten" nannte. Man fand ihnum so gefährlicher, weil er seine Begriffe von Aufklärung desVolks, von Würde der Menschheit nnd deren ewigen Rechten,vom Ursprung der Staatsgesellschaften nnd dergleichen den junge»Prinzen einstößen konnte. Laharpe mußte mit Vorsicht gehen, umnicht als Jakobiner verschrieen zu werden. Er las mit seinen fürst-lichen Zöglingen daher nur die Werke großer Männer, welche schonvor der Revolution gestorben waren, und die mit begeisternderWahrheit die Sache des menschlichen Geschlechts verfochten hatten.Erst Mensch sein soll der Fürst, und dann Regierer der Men-schen. Und dieses war an Laharpe» zur Richtschnur seiner Unter-weisungen nicht nnr der Wille der großen Katharina u., sondernauch der ihres unglücklichen Nachfolgers Paul I. und seiner edelnGemahlin. Plutarch und Ta ei tus, die Geschichte der