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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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Auge» aller Bewaffneten, die umherwktheten, blitzte Verzweiflung.Hier erfuhr er, daß die rasenden Haufen so eben den General, ihreneigenen Befehlshaber, auf das gräßlichste ermordet hätten, und dieOffiziere, welche den Feldhcrrn begleiteten, nur mit Noth undunter manchen Wunden ihr Leben mit der Flucht gerettet hätten.

Von dem nämlichen Haufen der Mörder ward in diesem Augen-blick der Wagen des Schultheißen lärmend umringt. Man er-kannte an seinen Kleidern nicht seine Würde, wohl aber seine Her-kunft aus der ehemaligen Herrscherstadt. Die Bajonette drängtensich sofort von allen Seiten gegen ihn, während Andere ihn mitihren Fäusten griffen.

Gelassen wandte sich der ehrwürdige Mann zu den Mördern:Soll ich," sprach er,den die Kugeln des Feindes nicht trafen,nun des Todes von den Händen der Weinigen sterben ich fürchteauch diesen Tod nicht mehr. Aber ihr müsset doch auch wissen,wen ihr tödtet." Indem er bei diesen Worten seine Brust ent-blößte, erkannten sie an seinem Ordensbande den ehemals Hoch-verehrten. Ehrfurchtvolles Grauen lähmte die ansgcstrecktcn Fäuste.Die Bajonette senkten sich. Entwaffnet und schweigend starrten dieHaufen auf den majestätische» Greis hin. Das Gefühl der Mensch-lichkeit kehrte in ihre Brust zurück. Langsam fuhr der Wagen durchihre Nethen. Keiner wagte cs, ihn anzuhalten. Manche Stimmerief:Fliehet!" manches Auge, beim Anblick des erhabenen Un-glücklichen, umhüllte sich mit Thräncn.

Er erreichte bei Thun die Ufer des Sees, wo ihm und seinenbeiden Gefährten ein Schifflein gewährt ward. Lange hielt manihn an. Neue Schreckens-Auftritte schienen sich vorzubcreiten.Endlich gestattete man die Abfahrt. Bald aber donnerten mehrereFlintenschüsse dem entkommenden Schifflein nach.

Beim sinkenden Tage erreichte man das DorfBricnz, welchesseinem reizenden See den Namen gibt. Hier erfuhr man kaum