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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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Alles verloren sei, noch langen Widerstand zn leisten, und wenig-stens dem Feinde ehrenvolle Bedingungen abzugewinnen.

Steiger und Erlach, der General, eilten dahin. Sie wolltendie Trümmer ihrer Schaarcn um die Fahnen Berns noch einmalin diesen Gebirgen versammeln.

Allein die Ncbcrgabe der Stadt, der verschiedenen Treffen un-glücklicher Ausgang, hatten Mißtrauen und Wnth der Soldatengegen alle ihre Obern bis zur Raserei gespannt. Einzeln oder inregellosen Schwärmen zogen sie, mit Geberden der Verzweifelnden,in ihre Hcimath, und bezeichneten ihren Durchzug mit Verheerungund Schrecken. Kein Offizier durste sich vor ihren Augen zeigen,geschweige Befehl ertheilen. Jeder pries sein Loos, wenn er, diesenausgelassenen Horden entronnen, Schutz in den Armen der Siegerfinden konnte.

Der Schultheiß, von seinen getreuen Unteroffizieren allein be-gleitet, die ihn aus dem Kampf geführt hatten, zog unter Todes-gefahren mitten durch die erbitterten Schwärme. Zwischen Muriund Bern war er von herumstreifendcn feindlichen Husaren um-geben. Nur mit Mühe entging er ihnen, indem er sich in einekleine Scheuer verbarg, bis er seinen Weg wieder mit einigerSicherheit verfolgen konnte.

So viele Leiden hatten die Kräfte des Greises erschöpft, wenngleich seinen hohen Geist nicht gebeugt. Ermattet lag er da, undverlassen von Allen, die ihn einst mit Ehrfurcht und Liebe gesegnethatten. Nur die beiden treuen Krieger verließen den Edeln nicht.Mit List und Muth gelang es einem derselben, in Muri einenkleinen Wagen zu erhalten; auf diesem setzten sie ihre Reise zu denoberländischcn Gebirgen fort.

Sie erreichten endlich das Dorf Münsingen. Steiger sehntesich nach einer Nachricht vom Schicksal seines Freundes, des Ge-nerals von Erlach. Das Dorf war voll Getümmels. Aus den