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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
Entstehung
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Die Nacht vom 4. z»m 5. März brachte er beim General vonErlach im Granholz unter freiem Himmel zu. llnd als sie beide,die Verhängnisse ihres Vaterlandes düster übersinnend, dasasien,und dem entscheidenden Morgen mit ruhigem Muthe entgegensahen,rauschte, durch die finstere Nacht begünstigt, der Fnß eines Meuchel-mörders herbei. Doch beim schwachen Schimmer des angezündetcnFeuers ward der Bösewicht in eben dem Augenblick bemerkt, alser im Begriff stand, den General zu durchbohren. Man fuhr auf;der Elende entrann, che er die Gräuclthat vollstrecken konnte. Un-bekannt ist's geblieben, wer er gewesen, und ob sein entsetzlichesVorhaben nur auf den General allein, oder auch auf den ehrwür-digen Schultheiß gerichtet war?

Im Granholz hatten, wie bekannt, die Berner in der Gegend,wo sich die beiden Heerstraßen von Zürich und Solothurn trennen,einen Verhau angelegt, »nd mit einem noch ziemlich beträchtlichenKricgshaufen besetzt.

Hier war es, wo der greise Schultheiß des sinkenden Berns,im Angesicht der Seinigen, den letzten seiner Wünsche erfüllt zusehen, den Tod fürs Vaterland zu finden hoffte.

Nachdem die Berner schon bei Fraubrunnen geschlagen waren,zogen sie sich in unordentlicher Flucht, von der feindlichen Artillerieund Reiterei verfolgt, in die Stellungen von Wyler und imGrau Holz zurück.

Da, wo der Verhau über die Landstraße hingezogen war, laghingestrcckt der Stamm einer mächtigen Eiche, welche die Stürmemanches Jahrhunderts überlebt, und mit dem Laube ihrer Jugend-zeit vielleicht schon die Siegerstirnen der Berner aus den TagenRudolfs von Erlach, des Siegers von Laupen, beschattet hatte.Auf diesen morschen Stamm, dem Sinnzeichen der Vergänglichkeitirdischer Größe, hatte sich der letzte Schultheiß des alteidgenössischenBerns hingestellt, um von seinen treuen Kämpfern gesehen zu