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dieselbe zu vergrößern, Argwohn ans die bisherigen Herrscher zuerwecken, und sich selbst größeres Ansehen zu bereiten Indem sieein Gefecht mit dem Feinde nur als eine ehrenhalber zu beobach-tende Formalität ansähen, waren sie weder auf großen Widerstand,noch auf Minderung der Anarchie bedacht. Jeder that wie erwollte. Niemand gehorchte; Alle aber, sei cs aus redlicher Em-pfindung, oder um ihre Sinnesart zu verschleiern, schrien zumKampf, und forderten die Niedcrmetzelung der landesverrätherischenHanptlcute. Aufruhrzettel liefen durchs Lager, in welchen dieOffiziere beschuldigt waren, vom Feinde bestochen zu sein.
Nachdem der französische General Brüne, nach Verlauf deszweiten Waffenstillstandes, die Solothurner bei Dörnach, undSchauenburg die Berner bei Lengnan zwischen Buren und So-lothurn überfallen hatte, stieg des Volkes Wuth aufs höchste.Alle Befehlshaber und Offiziere wurden Verräthcr gescholten,welche, einverstanden mit dem Feinde, das Volk zur Schlachtbank,und das Vaterland in die Sklaverei führen möchten. Man drohtevielen das Leben zu nehmen; andere wurden wirklich von ihrenLeuten erschlagen.
Die allgemeine Gährung und Verzweiflung verbreitete sich vonder Armee auf das übrige Landvolk. Jeder bewaffnete, jederrüstete sich zum Kampf, ohne zu wissen, wohin? und gegen welchenFeind? Ucberall rauschten Verwünschungen gegen die Obrigkeit,gegen die Anführer, gegen den Feind.
Die Erscheinung des Schultheißen Steiger in diesem Ge-tümmel war zu spät und blieb ohne Wirkung. Früher, ehe nochdurch die wankelmüthigc» und widerspruchvollen Maßregeln desBerner-Rathes Unordnung unter die Armee gebracht worden war,hätte sein plötzliches Vortreten an die Spitze des Heers dieses un-fehlbar zum Sieg und Tod begeistern können. Er kam jetzt an,um Zeuge des schmähligen Untergangs zu sein.