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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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aus ganz entgegengesetzten Ursachen solche Bewegung des Volks,daß während eines Augenblicks ernsthafte Auftritte zu besorgenwaren.

Der Befehliger der Stadtwachc eilte zum Schultheiß und botihm zu seiner persönlichen Sicherheit Wache an.Wozu diese un-nöthige Vorsicht?" antwortete der vom Unglück des Vaterlandesgebeugte Greis:Ich bedarf keiner Wachen. Zn jeder Zeit Hab'ich alle Pflichten gegen den Staat erfüllt, und also nichts zufürchten."

Von jetzt an war sein Vorsatz, sich zur Armee zu begeben, umauf dem Schlachtfelde mit dem Vaterlande und mit dem Ruhmdes alten Bernernamens zu fallen. Sein Schwiegersohn, KarlRudolf von Map vonRued, wollte ihn dahin begleiten, wurdeaber durch unerwartete Befehle nach einer andern Seite abgeru-fen. Sie schieden mit zerrissenen Herzen. Indem der heldenflnnigeGreis seinen Sohn noch einmal an die Brust drückte, sprach er zuihm:Leben Sie wohl, mein Freund, in dieser Welt werden wiruns schwerlich Wiedersehen."

Wenige Stunden darauf verließ er Bern, die Stadt seinerVäter, welche er so lange mit Weisheit verwaltet hatte, fürderen Ruhm er jetzt nichts mehr, als bluten und sterben konnte.Er begab sich zum General von Erlach.

Aber die Verwirrung, welche schon damals unter den unge-übten Truppen der Berner herrschte, war schrecklich. Die politi-schen Meinungen, wie in der Stadt, waren auch hier im Feldeverschieden. Viele, ja die meisten Krieger verwünschten der Re-gierung Wanken und Zögern, wo es die Ehre galt; fie wittertenin allen Maßregeln nur Verrätherei des Vaterlandes, die freiwil-lige Auflösung der Regierung bestärkte ihren Verdacht, und triebden Mißmuth aufs höchste. Andere freuten sich der Verwirrung,weil damit dem Kriege schnelles Ende zu machen war; sie suchtenZsch. Ges. Schr. 32. Thl. 1 *