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Zu dieser Sitzung waren die dielen Hauptleute des Heeres, welchezugleich Stellen im Großen Rath bekleideten, einberufen worden,und ihre Gegenwart hatte diesen Entschluß bewirkt.
Er erweckte in den meisten Gemüthern Freude. Jeder glaubte,das Ende aller schon erduldeten Schmach sei vorüber, und dieBürger jeden Standes, jeden Alters rüsteten sich fröhlich zumStreit. Bern schien wieder von dem heroischen Geist beherrscht,wie in den Tagen seines aufblühenden Ruhms, da es voll stolzenUnwillens einen seiner Schultheißen darum ehrlos erklärte, weiler das Heer von einem ungleichen Kampfe abgehalten.
ES erschien das Ultimatum des französischen Vollziehungs-direktoriums, welches gänzliche Auslösung der bisherigen Negie-rung und der Armee gebot.
Schon hatten in den meisten ehemals aristokratischen Kantonendie Regierungen ihre Stellen in die Hände des Volks niedergelegt,und provisorische Obrigkeiten waren an deren Platz aufgerichtet.Basel, Luzern, Zürich und Schaffhausen ermahnten Bernzur Nachgiebigkeit, um für gcsammte Eidgenossenschaft Frieden zubewahren. Steigers Gegenpartei im Rath von Bern, welchekein Opfer zu theuer fand, wenn dem Kriege und der gewaltsa-men Umwälzung der Staatsverfaffung vorgebengt werden könnte,erhob sich »och einmal mit neuer Macht. Der Beschluß vom26 . Hornung wurde wieder vernichtet, und die Einsetzung einerprovisorischen Regierung beschlossen.
„Das alles wird uns nicht retten!" sagte der Schultheiß, alser im Begriff war, zum letztenmale seine amtliche Tracht anzu-legen und zum letztenmale das Rathhaus zu betreten: „Noch istcs um eine Zeremonie zu thu», und dann begleiten wir einander,wohin Pflicht und Ehre uns rufen."
Die letzte Sitzung und völlige Auflösung der alten, sechshundert-jährigen Regierung war kaum vorüber, so entstand in der Stadt