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thurn 1777 bei der Abschlicßung dieses Bundes. Sv stand er zuGenf als erster Gesandter seines Freistaats in de» Jahren 1781und 1782 zur Vermittelung der bürgerlichen Unruhen, welche jenerkleinen Republik an den Ufern des Leman schon damals Unter-gang bereiteten.
Steiger trat von keinem der ihm anvertrauten Geschäfte zu-rück, ohne die Achtung zu vergrößern, mit welcher Fremde undMitbürger seinen Vorzügen huldigten. Bald zeichnete ihn dieöffentliche Meinung vor Allen 'aus, welche mit ihm vaterländischeAngelegenheiten leiteten; und der vierte April des Jahres 1787,an welchem Tage er fast einhellig zu einem der Schultheißender Stadt und Republik erwählt wurde, gab seinem Dienst-eifer ums Vaterland mit dem Lorbeer zugleich glänzendere Ziele.
Friedrich Wilhelm il., König von Preußen, übersandte1788 dem neuen Schultheiß den Orden des schwarzen Adlers.
Daß Steiger an der Spitze eines selbstständigen Freistaates sei-ner Würde nicht angemessener fand, statt Ehrenzeichen eines frem-den Königs zu tragen, dieselben abzulehnen, ward ihm von denen,welche Unabhängigkeit des Bürgers von Verbindlichkeit gegen fremdeFürsten ehren, übel gedeutet. Aber er war nicht mehr der Einzigeder Eidgenossenschaft, welcher Gunstbezeugungen des Auslandesohne Bedenken nahm. In allen Kantonen sah man damals desköniglichen Frankreichs Ludwigskreuze, und das Gold fremderStaatspcnsionc», ungeachtet diese noch mehr, denn jene, und nurzu oft, verderbenreich gewesen waren.
Als Haupt der Republik wußte Steiger die früher erworbeneAchtung tadellos zu bewahren und zu erweitern. Es ist bekannt,daß Pitt selbst ihn unter die besten und vorzüglichsten Staats-männer zählte. Vertraut mit mannigfaltigen Interessen auswärti-ger Länder, erregte sein Urtheil, sein Scharfblick Bewunderung,und erwarb ihm persönliche Freundschaft »der Briefwechsel von