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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
Entstehung
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ließen. Er empfing einen Hauslehrer, der mit solide» Kenntnissenzugleich Geschmack verband. Es war damals das schöne Blüthen-thcater der deutschen Dichtkunst. Der Lehrer, welcher selbst zwarz» Gottscheds Schule gehörte, und eine in fließenden Alexandri-nern verfertigte Uebcrsetzung von Corneille'sRodogune" her-ausgegeben, führte doch seinen Zögling in LessingS und Klop-stocks Umgang, und flößte ihm früh Neigung für Wissenschaftund Literatur ein. Ochsens Aeltern hielten ein gutes Haus.Wöchentlich versammelte sich bei ihnen eine auserlesene Gesell-schaft geistreicher Männer, sowohl Einheimischer, als Fremder.

Er mochte ungefähr sein vierzehntes Jahr haben, als er sichmit Leidenschaft schon der Logik, Metaphysik und Geometrie wid-mete. Seine Talente blieben nicht länger unbemerkt; von allenSeiten geschmeichelt, arbeitete er rastlos, der zweite Lambertseines Vaterlandes zu werden. Inzwischen ihn sein Ehrgeiz zu densterilen Feldern des Spekulativen lockte, zog seine Phantasie undEmpfindung ihn noch mächtiger zu den Altären der Musen. Vol-taire, Corneille und Racine waren seine Lieblinge. VonKindheit an der französischen Sprache gewohnt, versuchte er'S schonim fünfzehnten Jahre, eine Tragödie in französischen Versen zuschreiben.

Als Jüngling von dreiundzwanzig Jahren finden wir ihn inBasel wieder. Seine damalige Empfindungsweise erkennen wiraus einem Gedicht, welches er zu der Zeit (wahrscheinlich 1775)aus einer Anhöhe in der Nachbarschaft seiner Vaterstadt schrieb,von den Schönheiten der ihn umringenden Natur begeistert. Erlas dies Gedicht am 14. Mai 1782 der helvetischen Gesellschaft zuOlten vor, und in eben diesem Jahre erschien es auch im Druck.

Der junge Dichter besang darin mit lebhaftem Gefühl die Reizeder Natur der ehrwürdige Schatten des Erasmus erscheintihm, und unter allem, was dieser zur Seite des Jünglings spricht,