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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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1. Peter G ch s.

Ochs war einer von denjenigen Männern, welche, als Gründerder neuen helvetischen Staatsverfassung, das Auge der Zeitgenossenauf sich zogen, und von diesen eben deswegen meistens in Loboder Tadel falsch behandelt oder verkannt wurden. Der größteTheil der Anekdoten, welche von jenem merkwürdig gewordenenManne erzählen, sind daher sehr unzuverlässig. Wir geben denLesern von seinen Lebensumständcn nur so viel, als wir durchunsere Nachforschungen erfahren konnten, und unter dem Geprägehistorischer Glaubwürdigkeit mittheilen dürfen.

Peter Ochs, Bürger von Basel, wurde im Jahr 1752, am20. August zu Nantes in Frankreich geboren, wohin sich seineAeltern zufällig in Geschäftssachcn begeben hatten. Gezwungen,ihre Abreise zu beschleunigen, ließen sie ihr Kind zu Nantes inguter Pflege zurück, weil dessen schwächliche Gesundheit nicht er-laubte, die Mühseligkeiten einer langen Reise zu wagen. DerVater, Albert Ochs, ein sehr gebildeter Mann, und Mitglieddes ehemaligen Großen Raths der Stadt Basel, hatte sich schonseit zwanzig Jahren zu Hamburg niedergelassen; seine Gattinwar die Tochter des Negotianten Peter Hiß, Agent des Königsvon Dänemark zu Hamburg.

Als ihr Kind in Nantes schon das zweite Jahr erreicht hatte,wurde es dort erst getauft, und zwar, ohne Wissen der Aeltern,von einem katholischen Priester. Nachher wurde es znm andern-mal wieder in Basel von einem protestantischen Geistlichen ge-tauft, da es vier Jahre alt war. So zweifach mit der Weihe zurchristlichen Kirche ausgestattet, kam der junge Ochs nach Ham-burg, wo ihn nun seine Aeltern unter ihren Augen erziehen