Druckschrift 
7 (1851)
Entstehung
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Sie antwortete:Erst aus Neugier, ob ich meiner schönenSchwester einen frommen Verehrer stehlen könne, dann ans Noth;denn wäre ich ehrlich mit Euch gewesen, Ihr hättet die Höflich-keit gehabt, mich in dem Land der Banditen im Stich zu lassen.Aber ich rächte mich zn Aquila; doch hintennach habt Ihr mirLeid gethan." Und sie drückte mir heftig die Hand und finsterte:Ja, schöner Bösewicht, wisse es nur, ich liebe dich doch noch!Darf es aber weder mein Prinz, noch deine Prinzessin hören."

Der Prinz gab uns ein kostbares Mahl. Die Schwestern, wie-wohl sie sich seit Jahren nicht erblickt, schienen sich selbst hiergern zn meiden. Hermingarde unterhielt sich mehr mit dem Prinzenoder dem Franziskaner; Eugenia wich mir nicht von der Seite.

Spät schieden wir aus einander. Ich führte meine junge Gattinim Triumph heim. Wir fanden auf HermingardenS Zimmer einKästlein mit kostbaren Jnweclen, welche der Prinz ihr gesandt,mit einem Brieflein, darin die Worte standen:Der göttlichenHermingarde zur Aussteuer und Erinnerung an einen Freund."Aber sie achtete des funkelnden Geschmeides nicht, sondern hingum meinen Hals und seufzte:Ich kann meine eigene Seligkeitnicht glauben! O Bastiano, sage es doch, damit ich es glaube,daß wir einander ewig gehören!"

Neberraschung.

Die Sonne weckte uns mit ihren goldenen Strahlen. O welcheAnmuth und Liebe war über die himmlische Gestalt verbreitet!Thorhaimer huldigte der neuen Gebieterin und Frau mit Freuden-thränen vor ihr kniend. Am Abend deffelbigen Tages reifete» wiraus Rom ab, nach Florenz, wo ich Don Bevilacgua aufzusuchengedachte.