Druckschrift 
7 (1851)
Entstehung
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und Füßen gebunden, durch Jmola nach Florenz gebracht worden.Danket dem Himmel, daß er Euch zu rechter Zeit von der großenGefahr befreit hat."

Als ich Piccolomini's Schicksal vernahm, ward mein ganzerLeib wie Eis. Der alte Mönch aber, nachdem er das Fläschleinwieder zur Hand genommen und lange im Dunkeln betrachtet, gabes mir zurück und sagte:Es ist der bononische Stein, künstlichin das Gläslein gethan mit einer Flüssigkeit, die ich nicht kenne.Und der Stein hat Euch nicht vor Gefahr behütet, sondern dieHand Gottes. Auch hat Euch der Stein nicht den Muth gegeben,allem Schrecklich Trotz zu bieten, sonder» der Glaube an die Wunder-kraft des Fläschleins. Piccolomini aber hat Euer Geld und Euer»Arm vonnöthen gehabt. Glaubet mir, es ist nichts mit dem Spiritusfamiliaris, nach welchem Euch Graf Sigismund von der Welz ans-geschickt hat; und ist ein solcher nichts, als menschliche Einbildung.Was aber das Blendwerk ist, von dem Ihr redet, daß Euch einWcisbild in Gestalt Eurer verlobten Braut betrogen, so hütetEuch vor dieser Verlobten, und prüfet sie wohl, denn ich meine,sie überliste Euch."

Nachdem er mir seinen Segen crtheilt, entließ er mich. Ichsteckte aber das Fläschlein zn mir, voll großen Unwillens, dennder Mönch hatte mir schlechte Auskunft gegeben, und ich glaubteihm nicht.

Neue Erscheinung.

Der Mönch begleitete mich bis zur Klosterpforte, und fragtenach meiner Behausung in der Stadt. Dann hob er warnend denFinger und sprach:Junges Herrleiu, es thut mir leid um Euch.Ihr scheint eines guten GemütheS zn sein, jedoch unerfahren. Ihrseid in üble Hand gefallen."