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möge». Darum kommet und fliehet dieses gefährliche Land. Aufdeutschem Boden ist doch besser wohnen, und das tngcndsame Fräu-lein führet als Eure Gemahlin in das Schloß der getreuen Welzerein. Aber schwöret dem Don Piecolomini ab, denn er führet Euchmit seiner schwarzen Kunst in den Nachen des Verderbens; undes ist kein Anderer, denn er, welcher das Teufelwcrk treibet, wo-mit er Eure Augen verblendet."
Nu» war ich wieder in größter Verwirrung des GemütheS,und ich wußte mich nicht zu fassen über das, was ich gehört undwas ich doch auf ganz andere Weise erlebt hatte. Wie wir nunvor dem Hause standen, wo Thorhaimer und, wie er behauptete,das Fräulein wohnten, bat er mich, zu verweilen an der Thür,auf daß er die Kranke wegen meiner unverhofften Ankunft vor-bercitcn konnte. Ich folgte ihm aber, ohne daß er cs wußte bisvor die Thür des Gemachs, in das er eingcgangen war.
Bekehrung.
Nun Hörle ich von innen die Stimme Hcrmingardcns; dann,wie Thorhaimer erzählte, daß er glaube, mich gesehen zu haben;wie Hermingardc zweifelte; wie Thorhaimer sagte, er habe michgesprochen, bis er ihr beherzt sagte, ich sei in der Nähe. Nunhörte ich das Fräulein einen großen Schrei thun — dann Todten-stille. Nach einiger Zeit schrie Thorhaimer: „ Jesus Maria!" undeine fremde Wcibcrstimme heulte laut.
Da schlug mein Herz gewaltig, und ich stürzte mit Zittern indas Gemach. Thorhaimer lag kniecnd an einem Bett, und überdas Bett beugte sich eine betagte Frau, und im Bett sah ich Her-mingarden eingefallen und bleich mit verschlossenen Augen.
„Ach," rief Thorhaimer, „diesen Augenblick ist sie verschieden.