Druckschrift 
7 (1851)
Entstehung
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Wie sprechet Ihr auch, liebster Herr!" rief er und schüttelteden Kopf:Das Fräulein ist nicht von mir gewichen, seit wir injener schrecklichen Nacht Alcini verlassen haben, da die römischenAricgSlcute de» Ort überfielen und verbrannten,"

Nein, Alter!" unterbrach ich ihn,Sciarra hat die Wuthgeübt aus Bosheit gegen Piccolomini, und hat das Fräulein mitsich gen Valva entführt, wo ich es wieder befreite,"

Er antwortete:Wenn Ihr mir nicht glaubet, möge Euch dasFräulein selbst sagen, wie in der Nacht die Römische» gekommensind, wie der Feldobcrst Virginio unser Haus umringt hat, undeingctreten ist; wie sie dann demselben zu Füßen gefallen und umErbarmen gefleht, weil sie von den Räubern gefangen worden,und nichts mit ihnen gemein habe; wie Don Virginio sie daraufhuldreich ausgenommen, und ihr und mir erlaubt hat, mit unsermGepäck und zwei Maulthieren abzuziehen, und er uns durch seineLeibwachten bis auf die römische Landstraße hat führen lassen;wie hinter unserm Rücken die Hütten von Alcini gebrannt haben;wie das Fräulein zum See Bolsena begehrt hat, aber krank ge-worden, ehe wir Rom erreicht hatten; wie es seitdem auf demKrankenlager geblieben, und nur durch die Hoffnung genesen ist,daß ich Euch im Gebirg von Abrnzzo anfsnchen und wiederfindenwürde,"

Da sagte ich:Wenn dem also ist, wie du sagst, so möge mirGott gnädig sein. Denn auch ich habe dir die Wahrheit geredet;und das Fräulein ist bei mir gewesen, bis in der Stadt Aguila,wo es mich gar schnöde verlassen hat. Und es ist dasselbe, welchesich in Loretto gesehen, lei Trevi verloren, im Hause des PrinzenColleferro wiedcrgefunden, dort verlassen, aus Olgiato gerettet,und in Aguila auf ewig verloren habe,"

Liebster Herr," sagte Thorhaimer,ich habe schon oft ausEuer» Reden verspürt, daß unholde Geister mit Euch spielen