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7 (1851)
Entstehung
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strahle» nähren müsse, gleich wie den bononischen Stein; aber derFeuergeist hatte meinen Leib doch vor allein Unglück bewahrt,und konnte mir bös und gut wahrsagen, was kein bononischer Steinmag. Dann aber gedachte ich wieder, daß der Fcuergeist mirschön gestrahlt, wo ich doch von Hermingarden selbst verrathcn wor-den bin, und seit vielen Tagen hell leuchtete, wo ich nicht hatte,meinen Hunger zu stillen. Und wenn ich an Don Alsonso'S hilf-lose Flucht gen Venedig, und an Hermingardens Warnungen,und an den Betrug dachte, welcher mir mit dieser Courtisane ge-spielt worden, als ich ste für eine Bildsäule halten sollte, entfielmir alle Lust am Leben. Denn ich sah mich von einem Betrügerins Elend gebracht, welchen ich für meinen Freund gehalten, undvon einem Weibe schimpflich verspottet, welches, seiner Abenteuerzu pflegen, mir wie eine Heilige erschienen war, und meine Leiden-schaft und Leichtgläubigkeit mißbraucht hatte znr Sünde. Da schworich in meinem Herzen, keinem Menschen mehr zu trauen, und ichsehnte mich nach einer Einöde, wo ich der Welt abstcrbcn könne.

In diesen Gedanken vertieft war ich durch manche Straße ge-gangen, und stand unweit eines alten Manerwcrks, welches vorZeiten eine Kirche der Heiden gewesen sein mag, worin sie ihreGötzen verehrt. Und wie ich dasselbe betrachtete, fiel mir einMann zu Füßen und umarmte meine Kniee, daß ich sehr erschrak.Wie er aber sein Angesicht aufrichtete, war eS der alte Thor-haimer, der vor Freuden und Thronen nicht reden konnte. Da wardmir, als sähe ich einen Engel des Herrn, und fiel ihm um denHals und küßte ihn, und weinte vor Freuden wie er.

Nach dem gingen wir beide Arm in Arm, gleich Trnnknen,durch die Straßen, und wurden des Erzählens nicht satt. Und wieich ihm sagte, in wie große Armuth ich gerathcn, wie Hermtn-garde treulos geworden, stand er still und betrachtete mich, undmeinte, ich rede irre.