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Da fiel mir, als letztes Hilfsmittel, der Fcuergeist ein, und ichhoffte den Juden zu bewegen, mich gen Florenz zu bringen, wennich ihm zeigte, in welchem wichtigen Befitz ich sei. Zwar erinnerteich mich wohl, wie mich Piccolomini ernstlich gewarnt, Nieman-dem mein Kleinod zu verrathen; allein die Noth war groß.
Da ich nun dem Hebräer von diesem Geheimnis' redete, horchleer begierig auf, und begehrte den Schatz nur zn sehen, mit Ver-heißen, er wolle ihn gar nicht berühren. Darauf zog ich dasFläschlein, und wies ihm den Fcuergeist. Er betrachtete ihn langemit größer Aufmerksamkeit, und dann rief er: „Der Herr wirdmich nicht betrügen! Ist nichts, denn ein bononischer Stein, aufbesondere Art zubereitet und eingcglaset. Ich habe auch,-und kanndem Herrn davon verkaufen."
Damit ging er und reichte et» Geschirr, worin kleine gelbgrüneSteinlein lagen, und stellte sic an die Sonne. „Sehe der Herr,Feuergeister so viel er mag! Aber flc machen nicht stich- und schuß-fest." Nach dem hielt er sie ins Dunkle, und ich gewahrte mitErstaunen, wie sie gleich glühenden Kohlen brannten und leuchte-ten wie mein Fcuergeist. Da fiel cS mir schwer auf das Herz.„Stelle der Herr nur sein Fläschlein oft an das Tageslicht, sowird der Stein darin glänzen, wie ein Carfnnkel!" sagte der He-bräer, und that sein Geschirr wieder auf die Seite. „Der Herrhat nichts anderes, als de» bononischen Stein; so können wirkeine Geschäfte machen."
Nach diesen Korten führte er mich an die Thür, und ließ michauf der Stelle allein stehen.
Darüber bin ich sehr niedergeschlagen gewesen. Ich meinte,ich wolle über die Einfalt und Unwissenheit des Hebräers lachen,und konnte cs doch nicht. Zwar hatte sein bononischer Stein vielGleichheit mit dem in meinem Fläschlein, und hatte im Finsterndessen Licht; auch traf zn, daß man den Fcuergeist mit Sonnen-