zu Agnila für die goldene Kette gegeben worden war, an die neueKleidung vcrthan, und das Brod war in Non, so thencr, daß mankaum für Geld bekam. Ich strich den ganzen Tag schwermüthigauf den Gaffen und in den Kirchen umher, und wußte meinemNebel keinen Rath zu schaffen. Ich war zu stolz, die verräthcrischeLucia aufznsuchen, und wenn ich gewollt hätte, wußte ich nicht,wo sic finden in der unermeßlichen Stadt. Ich begab mich desAbends ungesättigt auf mein hartes Lager, wo ich jedoch nebenvielen andern Pilgern sanft einschlicf; denn der Glanz deS Feuer-gcistes gab mir tröstlichen Mnth.
Den ande.rn Tag verzehrte ich mein letztes Geld, also, daß ichnicht mehr behielt, mein Nachtlager zn zahlen. Ich war in großerBangigkeit. Aber der Fenergeist machte mir neue Hoffnung; dennda ich ihn am frühen Morgen beim Dunkeln betrachtete, war ervoll Glut.
Es blieb mir keine Hilfe, als die neuen Kleider wieder zn ver-kaufen, womit ich mich geschmückt hatte, um mit dem Wenigen,so ich daraus lösen würde, Florenz zu erreichen. Aber man botmir weniger, denn die Hälfte dessen dafür, waS sie mich Tagsvorher gekostet hatten.
Da redete ich einen Inden an, und bot ihm die Kleider. Erschüttelte den Kopf und fragte nach Kostbarkeiten; sagte, er sähewohl, ich sei ein Kavalier, der in der Noth sei, und wäre bereit,mir zu helfen. Er verlange nichts von mir zu kaufen, sondernwolle mir Geld darleihen, wenn ich ihm Unterpfand geben würde.Ich ging mit ihm, wiewohl ich nichts hatte, ihm zu geben. Wiewir nun in sei» Hans getreten waren, begehrte er zu sehen, wasich ihm als Unterpfand bieten möchte. Ich gcricth in große Ver-legenheit, und versicherte, wenn er mich gen Florenz begleitenwürde, ihm seine Reise zu zahlen, weil ich dort mehr Gelder znheben habe, als ich gebrauche. Er schüttelte zn Allem den Kopf.