Druckschrift 
7 (1851)
Entstehung
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378
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Abenteuer i.n R o in.

Der Goldschmied von Aquila zahlte mir kaum die Halste dessen,was die Kette Werth gewesen, und betrachtete mich gar argwöh-nisch, als hielte er mich für einen Räuber. Von ihm begab ichmich in die Kirche, da eben Messe gelesen ward, und verrichtetemit bußfertigem Gemüth meine Andacht. Als ich wieder zur Her-berge kam, war Donna Lucia oder Hermingarde in ihrem Wagenabgcreiset; und da ich bezahlen wollte, was wir verzehrt hatten,war die Rechnung schon abgethan. Der Wirth übergab mir aberein Brieflein, welches Lucia für mich hinterlassen, des Inhalts:Sie warne mich zum letzten Male vor meinen schlechten Freun-den; verzeihe mir auch meinen Zorn, und werde mir in Nom Be-weise geben, daß ich ihr noch theuer sei. Sie hoffe, ich werdemich eines Bessern besinnen und ihr gen Nom folgen."

Ich zerriß den Brief und verließ die Stadt, und lief den Wegins Gebirg zurück, um Piccolomini zu suchen. Da ich aber unter-wegs bedachte, wie ich doch besser thue, Don Bevilacqua aufzu-suchen, bei dem vielleicht Nachrichten von Hanse auf mich wartenmöchten, kehrte ich wieder um, und wanderte die Straße gen Rom.

Spät Nachts kam ich in einem Flecken an, Viovcaro geheißen.Da fand ich in der Herberge einen Wandersmann, der am Tischesaß, Wein zu trinken. Wie ich mich zu ihm setzte, und ihn näherbetrachtete, erkannte ich, daß er zu dem Hansen gehöre, welchenBattistclla del Aratro führte. Und ich machte mich an ihn, undfragte leise:Ist der Battiflella nahe? oder der Piccolomini?"Da erblaßte der Mensch, und sah mich mit starrem Blick an. Wieer mich aber erkannte, schnalzte er mit den Fingern in der Luftund sagte:Alles vorbei! Alles aus einander!"

Nun begehrte ich mehr zu wissen, und erfuhr, daß Piccolominivon allen Verbannten im Stich gelassen worden sei, und der Mark