Druckschrift 
7 (1851)
Entstehung
Seite
320
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stieß mich eine Frau leise an den Arni, sprechend: „Herr, ichweiß, was Ihr suchet; felget mir nach, doch in Wetter Entfernung,bis ich stillstchen und Euch winke» werde," Die Matrone gingmit diesen Worten von mir; sic hatte verschleiertes Antlitz, undeinen schwarzen, großen Mantel nmgcthan, wie viele Wallfahrerweiblichen Geschlechts zn tragen pflegen.

Da sprang ich hoch vor Freuden, und folgte der Pilgcrfranvon fern, wie sie geboten hatte. Oft übernahm mich die Nngc-gednld dergestalt, daß ich ihr mit schnellen Schritten nahe kam,nm sie zn frage», ob sie das Bild gefunden; und dann erinnerteich mich ihres Befehls, und blieb wieder zurück.

Nachdem sie ans dem Flecken gegangen den Hügel hinab zwi-schen Gärten, blieb sie unter einem hohen Baum sichen, und setztesich dann auf ein steinernes Bänklein neben einer Kapelle, dieunter dem Baum aufgcbant war. Da winkte sic mir, und ich liefso schnell, daß ich athemloS zu ihr kam, und kaum die Fragesprechen mochte, welche ich unterwegs schon tausendmal leise gethan,Sic sprach: „Ich habe das Bild gefunden mit einer goldenenKette daran, und habe es Euch selbst überliefern wollen, dochgegen ein Beding,"

Als ich dies hörte, rief ich: „ Dank sei Gott und seiner heiligenMutter und Euch! Es soll Euch Euer ehrliches Gcmüth nichtgereuen, und ich gebe Euch, was ich verheißen und mehr," —Und stracks suchte ich mein Geldsäcklein hervor, um ihr an Geldzu geben, was ich bei mir trug, versprach ihr aber, das Fehlendemorgende» Tages zu bringen, wohin sie wolle.

Sie weigerte sich, das Geld zu nehmen, und sagte: „Ich gebedas Bild um kein Geld hin, und Ihr empfanget es nicht, es seidenn, daß Ihr mir saget, wer es Euch gegeben, oder wie Ihrdazu gekommen? denn ich mnß es wissen,"

Da erzählte ich ihr, wie ich aus Deutschland gen Berona ge-