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7 (1851)
Entstehung
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einem Schiffe zu fragen, das nach Apulien segeln mochte; aberes war keines vorhanden.

Nun vernahm ich i»> WirthshauS, wo viel Volks aus allerleiLändern war, daß ich mich nur noch wenige Stunden von der StadtLorettv befinde. Diese Nachricht erfüllte mein Herz mit großerFreude, denn es hatte Gras Sigismund mir sehr empfohlen, dasheilige HauS zu besuchen, und meine Begierde stand längst dar-nach. Ich beschloß demnach zu dem heilige» Orte zu Wallfahrten,und Ablaß für meine Sünden zu nehmen.

In der Morgenfrühe reifete ich von Aneona dahin, jedoch zuFuß, mein Nvß an dem Zaum führend, mit bußfertigem Gcmüth.Jede halbe Stunde betete ich mit lauter Stimme den Rosenkranz.Ich begegnete vielem Volk, das freudig mit Ablaß zurückkehrtc;doch noch Mehrere wallsahrtete» dahin, wie ich. Und da einigeHerren zu Roß hinter mir kamen, und sahen, wie ich zu Fuß ging,schämten sic sich, stiegen behend ab, und nahmen ihre Rosse amZaum und beteten, wie ich. So kamen wir zu guter Zeit in denOrt, und es waren der Fremden so viel, daß ich mit großer MüheUnterkommen fand. Darauf begab ich mich alsobald in die Kirche,worin das heilige Haus befindlich, welches die heiligen Engel ausdem Lande Galiläa hieher getragen, um cS den Ungläubigen zuentreißen.

Und wie ich die Stufe» erstiegen, und die Kirche betrete», er-griff mich große Andacht; denn es war, als strahlte der Himmelvor mir aufgethan, nun ich das heilige Haus ersah, worin dieJungfrau gewohnt. Darum fiel ich auf die Knie und berührtemit der Stirn den Boden, bis ich drei Ave'S gebetet. Dann rückteich aus de» Knien bis zum heiligen Hause. Da küßte ich das sil-berne Gitterwerk, und sah mit großer Ehrfurcht das Bildniß derheiligen Jungfrau. Es war himmelblau bekleidet, und das Kind-lein in ihren Armen mit rothem Gewände. Aber ich konnte den