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erscheinen könne, und wusch mein Haar von der schwarzen Farberein. Um den guten Thorhaimer habeich viel im Stillen geklagt.Er war mir Werth. Ich konnte doch gute deutsche Muttersprachemit ihm reden. Und dann haben wir viel von Hause gesprochen,vom alten Herrn Grafen Sigismund, bei dem er fünfzehn Jahrelang treulich gedient; vom Grafen Ulrich, den er aber nie so liebgehabe, als mich. Er hat mir oft erzählt, wie Ulrich nud ich alskleine Kindlein an einander gehangen, ich aber immer ein Wild-fang gewesen von Haus aus, der auf alle Berggipfel und Tann-bäume zu oberst geklettert, darauf mich denn Ulrich seinem Waterverklagt. Auch sagte der Thorhaimer mir oft, es habe das ganzeSchloß darum gewußt, wie ich dem Fräulein von Greta lieber ge-wesen sei, als Graf Ulrich; und wie jeder gesagt, es wäre besser,mau thäte den Junker Sebastian mit dem Fräulein zusammen. DasAlles wußte er mir zu sagen, und ich hörte den Alten gern er-zählen; denn cS war immer das Gleiche, und doch immer etwasaus dem Hause. Nun fehlte mir der Thorhaimer; ich wußte auchnicht, ob er gerettet, gefangen oder todt? Deß grämte ich michsehr. Und war er verwundet, wer pflegte sein?
Darum wartete ich auf Mitternacht; dann zog ich das Fläsch-lein aus dem Leibgurt, und es leuchtete köstlich schön, wie einekleine Sonne. Dies nahm ich für ein gutes Zeichen, den Thor-baimer wieder zu finden; und ich ward ruhig und schlief fest ein.
Wallfahrt nach Loretto.
Wie mich »nn der Schneider mit allem versorgt, wessen ich be-dürftig gewesen, reifete ich nach der Stadt Ancona, am Meere ge-legen. Dieses ist eine lustige Stadt, und ich bin viel daselbst amHafen aus- und abgegangen, das Getümmel der Schiffleute zuschauen, und das weite Meer. Da ging mich die Lust an, nach