Druckschrift 
7 (1851)
Entstehung
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Ding sei, weil wir auch unfern Freunden Beistand leisten können.Schicket Euch nur zur weitern Reise an."

Ich fiel ihm um den Hals und dankte ihm, daß er mein nichtvergessen, und fragte, ober mir den Feuergcist geben würde, wieer versprochen; die Geldsumme sei dafür in Bereitschaft. Er schlugdas Geld aus, und sagte, er habe nichts zu verkaufen; er wollemich aber zu dem Manne führen, der mir ihn ablassen wolle. Danngebot er mir, meine Kleider zu ändern, auf daß ich nicht durchsie den Venetianern verrathen würde. Bei Viesen Worten führteer mich ans dem Zimmer, weil der Wirth hereinkam, und brachtemich in das Gemach, wo er geschlafen hatte.

Da kam der Thorhaimer mit Freudengeschrci gegen mich undfiel vor mir auf die Knie und küßte meine Hände, indem er vorFreuden laut weinte. „Gottlob, daß ich Euch wicdersehe, dennhier erwarte ich Euch schon seit zwei Tagen, und ich verzweifeltefast." So sprach er. Und da uns Don Alfonso allein ließ, er-fuhr ich von Thorhaimern, wie desselben Abends, da ich DonGhistlieri erstochen, ei» fremder Mensch zn ihm gekommen, derihm in meinem Namen befohlen, eilfertig alle Habschaft aufzu-packen und gen PeSchiera zu flüchten, wohin auch ich zum erstenTag des Maien kommen und ihn abholen werde. Er habe dem-nach mit großer Furcht und Bangigkeit gefolgct, wie ich befohlen,und Tag und Nacht für mich gebetet.

Diese Rede ThorhaimerS machte mir allerlei Gedanken. Dochließ ich ihn bei seinem Jrrthum und sagte gar nicht, was ich ver-muthete, sondern sprach nur: „Du hast wohlgethan, Thorhaimer!"

Nach diesem ist Don Alfonso wieder hereingetreten, mit Klei-dern aller Art, und einer kleinen Salbenbüchse. Er gebot mir,mein Haar mit der Salbe zu schwärzen, und die Kleider anzulegen,die er gebracht. Ich gehorchte denn auch, und schien mir in derKleidung ein ganz anderer Mensch zu sein. Es war aber ein grünes