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wohin. Ich aber war so wohlgcmuth, wie seit langer Zeit nie,und hätte singen mögen und jauchzen. Die Nacht war lieblichwarm, und die ganze Luft vom Duft der wohlriechenden Blumengewürzt.
Wie die Sterne über uns zu erbleichen anfingen, und zu un-serer Rechten die GebirgSgipfel hell wurden, verdoppelte mein un-bekannter Erlöser seine Eile, bis tvir ein Wäldchen von Eichenhinter einem Dorfe erreicht hatten. Da ritt er langsamer, undkam zu mir, und deutete, ich solle voran, wie ich auch that. Daich ihn aber weder neben noch hinter mir ferner hörte, sah ichmich nach ihm um, und er war verschwunden. Ich wartete lange,und meinte, er werde wo verweilt haben, und noch kommen; rittauch deshalb eine Strecke Wegs zurück. Allein mein Harren bliebeitel; darum setzte ich meine Straße fort, und war nur ans eigeneSicherheit bedacht. Doch ging es von nun an langsam, denn dasNoß war sehr ermüdet.
Mit Tagesanbruch ward ich eine Stadt gewahr, die vor mirlag, und als ich näher kam, sah ich, daß cs Peschiera war.Da schlug mein Herz hoch von Freuden, denn ich gedachte sogleich,es sei der erste Tag des Maien, und der Herr von Monte-Mar-ciano da.
Auch hatte ich nicht geirrt. Denn wie ich zum WirthshauSkam, und in ein Zimmer geführt ward, trat mir Ton Alfonso inSchlaskleidern entgegen, sprechend: „Willkommen, Don Bastiano,Ihr habet schon einen scharfen Nltt gcthan; aber auch ich bin dieseNacht erst von Mailand gekommen. Ich gehe, mich anzukleiden,denn für Euch ist hier kein SäumenS. In dieser Stunde tritt derKerkermeister in Euer Gefängnis, und da er Euch nicht findet,bringt er Verona in Aufruhr. Zum Glück ist Donna Mathilde ineinem Kloster; auf sie fällt also kein Verdacht wegen Eurer Flucht.Ihr sehet denn also, daß ein Spiritus familiaris kein gemeines