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Lurch das Loch. Als mich aber der enge Raum und die Kette hin-derten, mich weiter zn bewegen, ward ich mit Gewalt bei denFüßen herauSgezogc». Da stand ich aus einer hohen, zerfallenenMauer, neben einem runden Thürmlein, worin mein Gemach ge-wesen. Und ein starker Mann lüpfte einen viereckigtcn Stein indas Loch der Thurniwand, und setzte es mit andern behauenenSteinen zu, wie es zuvor gewesen. Dann schlang er mir ein Seilum den Leib, band es fest und sagte: ich solle von der Mauersteigen und mich auf ihn verlassen. Das that ich auch. So ließer mich zur Erde. Wie ich den Boden berührte, empfing mich einAnderer, der mich nahm und das Seil lösete. Nachdem er michdurch einige kleine Krautgärtcn geführt, kamen wir auf die Land-straße zu einer Kapelle, wo zwei Nossc angebunden standen. Erleitete mich in die Kapelle; da feilte er mir beim Schein derheiligen Ampel die Kette mit leichter Mühe von Hand und Fuß,und deutete, ich solle eines von den Nossen besteigen, welchesauch geschah.
Nun jagten wir die Landstraße entlang bei Sternenlicht; ervoran, ich nach. Ich dankte Gott und der heiligen Jungfrau inmeinem Herzen für die gnädige Erhörnng meiner Bitte, und so-bald mein Befreier langsamer zu reiten anfing, machte ich michzu ihm, und sprach: „Ei, Lieber, Ihr habet mich aus großerNoth erlöst; wer seid Ihr, oder wer sendet Euch? und wem mußich für meine Rettung danken?" Er aber winkte mir bloß mit derHand, ihm zu folgen, und gab dem Gaul die Spornen in beideSeiten.
So habe ich mich in derselben Nacht oft an ihn gemacht, undihm die gleiche Frage gethan; er aber hat mir niemals Bescheidgegeben, sondern mir wie das erste Mal gewinkt, und schärfer ge-ritten. Als ich ihm nun keine Rede abgewinne» konnte, stellte ichmeine Neugier zufrieden, und folgte ihm nach, ohne zu wissen,