ich nur sterben!" — Dan» stieß sie mich zurück, und sagte: „Geh',schöner Verräther, und brich mir das Herz/'
Da vergaß ich alle meine Gelübde, meine Vorsätze, den Spi-ritus familiaris und Sclafani'S Heilige; ich ward zur Feucrstamme,und schwur: Ich gehe nicht! Das schwur ich bei allen Heiligen,und nahm die Donna Mathilde gewaltsam in meinen Arm, undwiederholte ihr den Schwur,
Indem ging die Thür auf, und es geschah zu gleicher Zeit einMuSketcnschuß, der das Fenster, an dem wir standen, zersplitterte,Don Ghisilicri stand an der Thür, bleich wie ein Gespenst, mithellfunlelnden Augen,
„Ungeheuer!" schrie ihm Donna Mathilde entgegen, „willstdu auch diesen ermorden, so ermorde mich denn zuvor,"
„Ha, Vermaladeite," schrie Don Ghisilieri, „fehlt'die Kugel,trifft ihn das Eisen." Damit hatte er die Büchse zur Erde ge-worfen, und den Degen gezogen, um mich zu übermanncn. Ichtrat ihm aber mit gezücktem Degen entgegen, und rief: Don Ghi-silieri, mäßiget Eure Wuth; denn ich beschwöre Euch, es ist nichtsUnerlaubtes geschehen. Ich komme, Valet zu sagen, und werdeVerona nicht wieder sehen, Donna Mathilde ist die Edelste undReinste ihres Geschlechts, und Ihr seid ein wahnsinniger Mörder,"Da er aber immerfort auf mich eindrang, und Donna Mathildemit ihren Armen mich hinderte, warf ich sic zurück, und wehrtemich tapfer. Der Unglückselige sah im Zorn nicht, was er that,und lief blindlings in meinen Degen, indem er mich zu durch-bohren gedachte. Als er in seinem Blute kläglich niedcrstürzte, schrieDonna Mathilde aus Leibeskräften um Hilfe., Dann kamen ihreMägde und Diener, die Diener aber alle bewaffnet; einige der-selben hoben ihren Herrn auf und trugen ihn hinaus. Da hörteich ihn sagen: „Laßt ihn nicht entwischen,"
Ich ward plötzlich rücklings zu Boden gerissen; Andere knieten