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fast ähnlich worden. Auch hätte ich den sehen mögen, der hierwiderstanden hätte. Ich bog meine Knie und küßte ehrerbietig diezarte Hand.
Darauf sprach sie: „Don Bastiano, Ihr habet diese Thränennicht verdient; denn Ihr liebet mich nicht, und scheidet mit Freu-den ans Verona. Aber ich kann es nicht ändern. Gott und dieHeiligen wollen Euch geleiten."
„Ich scheide nicht mit Freuden," antwortete ich, „und amwenigsten von Euch, holdselige Frau; aber meines Bleibens kannnicht in Verona sein; und es ist meine Heimath fern von hier.Darum, weil ich doch muß, wenn auch nicht mit Lust und Willen,vergönnet, daß ich mich Euerm Angedenken empfehle."
Sie hob mich auf und sprach: „So gehet denn. Ihr habethier nichts verloren. Euer Andenken ist nur allzuwohl verwahrt;möchte also das meinige in Eurer Brust sein. Aber ihr Männerohne Herz und Freundschaft gehet kalt wie Salamander durch dieGluthen, in denen die Frauen vergehen. Hinterlasset mir nur dasWort, mich noch einmal zu sehen, bevor Zhr aus Italien ziehet."
Ich gab ihr das Wort, und sie verlangte ein Unterpfand, undschnitt mit der Scheere mir eine Haarlocke vom Haupt. Da ver-lor sie das Weinen, und sah mich mit flammenden Augen an, daßcS mir tief in die Seele fuhr, und sprach: „O könnte ich doch,wie das gelbe Haar, Euch Alles rauben und nehmen, dies Gold,diese blauen Augen, diesen Mund, diese Geberden, diese Seele;Euch häßlich mache», daß Jede vor Euch flöhe, ich würde Euchdoch lieb haben." Und mit diesen Worte» legte sie sich leise wei-nend an meine Brust.
Es that mir recht im Herzensgrund weh; ich hielt sie fest inmeinem Arm; da ward sie stumm und still, und hatte die schwarzenAngen sanft geschloffen. Sie seufzte wieder und sprach: „Könnte