Druckschrift 
7 (1851)
Entstehung
Seite
296
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jedoch gab ich das .Versprechen, ihn dort aufzusuchen, wen» michder Weg durchführe, denn ich würde eine große Reise durch Italienwährend der Sommerszeit thun.

Ein Mord.

Am siebenundzwanzigsten Tag des Aprils hatte ich großes Glückund Unglück zugleich. Denn an diesem Tage empfing ich einenschweren Brief mit Wechseln und Anweisungen, Geld zu erheben,mehr als ich vonnöthen hatte. Der alte Graf war ob dem Wohl-gelingen meiner Nachsuchungen hocherfreut; doch gebot er mir, zutrachten, den Spiritus familiaris früher zu Händen zu bekommen,als im Vertrag mit Don Alfonso ausgemacht war, und sollte esauch noch einmal so viel kosten.

Da rief ich Thorhaimern, und gab ihm Befehl, Alles zur Ab-reise zu rüsten; gab ihm Geld, unsere Schulden zu tilgen, undnoch mehr, um sich gütlich zu thun. Denn ich war außer mir vorFreuden, also nahe am Ziel zu sein und dem Herrn von Monte-Marciano Wort halten zu können.

Darauf eilte ich, Abschied von meinen vcronestschcn Freundenzu nehmen, und ging auch hinaus vor das Thor, wo Don Ghifiliereein feines Landgut besaß, um ihm und seiner schönen Frau Lebe-wohl zu sagen. Als ich dahin kam, führte mich eine Magd zuihrer Frau; denn der Herr war nicht anwesend. Wie ich nun mitDonna Mathilde allein war, und ihr sagte, daß ich Verona zuverlassen gedächte, konnte sie ihre Bestürzung nicht verbergen, undder Glanz ihrer Augen erlosch in Thränen. Ich gerieth in großeBangigkeit, da ich die schöne Frau weinen sah. Und als sie ihremSchmerz Gewalt anthat, und mich durch die Thränen anblickte,indem sie lächelte und mir die Hand bot, ward mein ganzes Herzinnig bewegt; denn sie war der Madonna des Meisters Sclafani