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lichen nicht Wecken, und ging zurück. Ich öffnete ein Fenster; aufden Straßen war Alles todt und leer.
Nun setzte ich mich zum halbcrloschenen Feuer des Kamins.Zch war voller Furcht, und gedachte abermals Thorhaimern zurufen, weil ich nicht allein bleiben mochte. Da knisterte es draußen,wie von leisen Fußtritten. Es schlich zu meiner Thür und pochtedreimal. Mich überfiel ein Grausen, ich wußte nicht warum?Doch rief ich beherzt: „Herein, wer draußen steht!" — Die Thüreging auf. Leise trat ein Mann herein, der mich grüßte. Als ichihn näher betrachtete, war cs kein Anderer, denn der Spanier,oder vielmehr Herr Alfonso Piccolomini.
Er sprach: es freue ihn, mich noch außer dem Bette zu finden.Er wohne mit mir im gleichen Wirthshause, und wolle nicht ab-reisen, ohne mich vorher begrüßt zu haben.
Mir that es wohl, einen Menschen zu sehen, und fragte: ober von dem Vorgefallenen etwas empfunden habe? — Er ant-wortete ganz gleichgültig: „Es war vielleicht ein Erdbeben. Wasist'S mehr."
Da fiel mir seine Gelassenheit auf dem Schweizersee und derbewußte rothe Mantel ei»; und ich nahm mi^ alsbald vor, ihnwegen des Spiritus familiaris zu erforschen.
„Ihr seid immerdar unerschrocken," sagte ich, „auch wenn Ihrnicht den rothen Mantel traget, der Euch über die Wellen schifft.Saget mir, wie machet Ihr das?"
Er zuckte die Achseln, als wolle er nicht Rede stehen. Ichaber drang mehr und mehr in ihn, bis ich das Gespräch auf denSpiritus familiaris gebracht.
Da ging er schweigend mit großen Schritten im Zimmer aufund ab, blieb einige Male stehen, und ging wieder. Endlich kehrteer sich jählings zu mir mit der Frage: „Da Ihr es denn errathenhabet, so antwortet: habet oder suchet Ihr ihn?"