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Graf Bevilacqua und ich waren gleich sehr von dem Antragdes Herzogs überrascht. Ob mir gleich die Stelle ehrenvoll schien,und das Zutrauen des Fürsten schmeichelhaft, konnte ich mich den-noch zu keiner Annahme entschließen. Ich gab daher vor, durchmein Wort und Versprechen an die väterliche Heimath gebundenzu sein, daß ich nicht wissen könne, wann ich zurückkehren müsse.Eigentlich aber lag mir der Spanier jetzt mehr denn jemals imSinn, und der Spiritus familiaris des Grafen SigismundWelzer. Der Herzog aber ließ sich nicht abwendig machen, undgab mir drei Monate Bedenkzeit, während ich nach Haus berich-ten solle.
Sobald wir vom Schlosse kamen, fragte ich Bevilacqua, ober den Spanier kenne? Er antwortete: Nein! wolle aber aufmein Verlangen Erkundigungen um ihn einziehen. Da erzählte ich,was mir mit demselben auf dem See begegnet sei, und wie er inallem Sturm in die Fluth hinausgestoßen, bis man nichts mehrvom Schifflein, sondern nur noch den rothen Mantel über denWellen schwimmend gesehen habe. Die Geschichte erregte demGrafen Bevilacqua fast Grausen. Er sagte, er traue ihm nichtsGutes zu. Solch ein Mensch könne wohl mit bösen Geistern Um-gang pflegen. Darauf wagte ich ihn zu fragen, ob er auch schonvon einem Spiritus familiarias gehört? — „Allerdings," sagte er,„auch ich habe in meiner Zugend einen Mann gekannt, der zuNeapel wohnte und einen solchen gehabt haben soll. Dieser Mannwar über hundert Jahre alt, und besaß'unermeßliche Neichthümer-Er hat den Armen viel Gutes gethan, und die Klöster reichlichbeschenkt. Zuweilen begleitete ihn ein schneeweißes Hündlcin, wel-ches vielen Leuten verdächtig war. Wenn der alte Herr zur Messeging, blieb das Hündlein vor der Kirchthür liegen, und folgte ihmnie nach. Eines Tages fiel ein großer schwarzer Hund das kleineThier vor der Kirche an und tödtete es. In demselben Augen-