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aber von Göttlichkeit durchströmt! Liebe und Heiligkeit im Wesen,wie hienieden nirgends sein mag.
D c r S p a n i c r.
Eon nun an erschien ich mir selbst wie ein anderer Mensch,oder was ich sah, schien mir anders und göttlicher. Ich war soentzückt, daß ich das ganze Herzogthum Mantua für das einzigeBild hingegeben hätte, wenn mir Wahl zwischen beiden gegebenwäre. Wohin ich kam, in Mantua und Verona, sah ich nur dieAllcrhciligste vor mir. Sogar des Nachts kam fie mir in Träu-men vor. Ich war ganz unempstndlich gegen die Schönheit an-derer Frauenzimmer geworden, und obwohl es nicht an Reizungenfehlte, genügte doch ein Gedanke an die Gebenedeite, um dieartigste Veronesen» unerträglich z» finden.
Daher war es mir unaussprechliche Freude, als Graf Bevilac-gua sagte: er wolle mir die Kopie von Sclavani'S Madonna ver-schaffen; nur müsse ich den Winter in Verona ausharre», dennvor Frühjahr ende der Künstler die Arbeit kaum. Er sagte dasaber nur, um mich zu überraschen. Denn am Neujahrstag 1590sandte er mir ein kleines Kästchen von Ebenholz, mit Elfenbeinund Gold ausgelegt, und als ich es eröffnete, fand ich das Bildmeiner Allerheiligsten, unter GlaS in goldener Einfassung, kaumvon der Größe dreier Daumenbreiten, und auf das allerähnlichstegetroffen. Ich war erst erstarrt von Verwunderung, Entzücken undEhrfurcht, als ich die Göttliche mit ihrem Blick voll zarter Wch-muth fand. Ich stellte das Bild auf den Tisch, kniete davor nie-der, betete mit großer Inbrunst und zerfloß in Thräuen. Anfangswagte ich es gar nicht, meine Lippen auf das Glas zu drücken,denn im Kusse schien mir Nnheiligkeit zu sein. Zch hing das Ge-