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dcr Venetianer schaden konnten. Als kaiserlicher Oberlandeshaupt-mann in Kärnthen hat er das Herzogthum viele Jahre kräftig be-schützt, daß alle Knnst und Wuth des Feindes zn Schanden ward.Ihm dankt unser Hans noch heut' Glanz und Neichthum, und diekräftige Krone, mit welcher kaiserliche Majestät das Wappen seinergetreuen Welzer geziert/'
Da konnte ich mich nicht überwinden, zn fragen: wo der Spiri-tus familiaris des kaiserlichen Oberlandeshauptmanns hiugekommcn?
Graf Sigismund erwiederte: „Er war in einem goldenen Käst-lein, und fiel meinem Oheim unversehens in die Donau, als erin seinem achtzigsten Jahre wie ein rascher Junggesell bei Wienüber die Brücke sprengte. Nun er das Kleinod verloren, erkranktemein Oheim und verschied selig in den Armen seines Beichtvaters."
Noch Vieles erzählte mir Graf Sigismund von den Tugendendes Spiritus familiaris, welchen Veit von Welz-Eberstcin besessen,und trug mir auf, sofort nach Welschland zu gehen, und alle Müheanzuwenden, ihm und seinem Hause den Geist zu verschaffen, eskoste, was es wolle.
Wohl kam mir ein Grauen an, mich mit solchen wunderbarenund unheimlichen Dingen zn befassen. Doch hatte ich mein Wortvon mir gegeben, und ich freute mich des Reifens. Auch erhieltich Briefe nach Augsburg, wo ich Wechsel erhalten sollte, undEmpfehlungen nach allen Städten in Italien, wohin ich gedächte.
Als die Nachricht von meiner nahen Abreise im Schlosse be-kannt wurde, ward auch Ulrich wieder freundlich mit mir, undbat um Verzeihung, daß er mir gezürnt habe. Ich aber sagte ihm,daß, wenn mir nicht sein Vater vom Reisen gesprochen, ich nmdessen gnädige Erlaubniß dazu gebeten haben würde, weil ichkeineswegs dcr Ruhe eines Freundes Gefahr bringen wolle.